Wesermarsch

Willkommene Ablenkung von Sorgen um die ukrainische Heimat

Spendengelder von Menschen aus der Wesermarsch an das Projekt „Wesermarsch hilft“ erleichtern das Leben ukrainischer Flüchtlinge, die hier untergekommen sind. Wie das funktioniert, lässt sich beispielsweise in Ovelgönne erleben.

Landrat Stephan Siefken (stehend, 2. von rechts) machte sich vor Ort ein Bild vom „Moin-Treff“ für kriegsvertriebene Frauen und Kinder. Dabei waren: Harm Ellinghusen (Allgemeiner Vertreter des Ovelgönner Bürgermeisters), Alke Feise-Addicks und Bärbel Wulff (stehend, von links) sowie Antje Hinrichs, Pastorin Renate Boltjes, Ulrike Mayer und Marga Hellwig (Vorsitzende Landfrauenverein Großenmeer, sitzend, von links).

Landrat Stephan Siefken (stehend, 2. von rechts) machte sich vor Ort ein Bild vom „Moin-Treff“ für kriegsvertriebene Frauen und Kinder. Dabei waren: Harm Ellinghusen (Allgemeiner Vertreter des Ovelgönner Bürgermeisters), Alke Feise-Addicks und Bärbel Wulff (stehend, von links) sowie Antje Hinrichs, Pastorin Renate Boltjes, Ulrike Mayer und Marga Hellwig (Vorsitzende Landfrauenverein Großenmeer, sitzend, von links).

Foto: Landkreis Wesermarsch/Bolte

„Wir sind sehr dankbar, dass es den Moin-Treff gibt. Wir können an diesen Nachmittagen den schwierigen Ereignissen in unserer Heimat ein Stück weit entfliehen.“ - Positiv äußern sich die kriegsvertriebenen Frauen aus der Ukraine, die gemeinsam mit ihren Kindern regelmäßig das ehrenamtliche Angebot des Moin-Treffs in der Gemeinde Ovelgönne nutzen.

Ein Anlaufpunkt für Frauen und Kinder

„Der Moin-Treff ist ein internationaler Frauentreff der Kirchengemeinde Vier Kirchen Ovelgönne und der Gemeinde Ovelgönne“, berichtet Ulrike Mayer, Gleichstellungsbeauftragte sowie Leiterin des Familien- und Kinderservicebüros (Fuks) der Gemeinde. Sie hatte gemeinsam mit Pastorin Renate Boltjes im Frühjahr 2022 die Idee, vertriebenen Familien aus der Ukraine einen Anlaufpunkt zu bieten. Inzwischen wird der Moin-Treff ehrenamtlich von Ovelgönner Frauen um Bärbel Wulff und Alke Feise-Addicks organisiert. Die Treffen finden alle 14 Tage donnerstags von 15.30 bis 17.30 Uhr im Gemeindehaus in Oldenbrok statt. Eine Teilnahme am Moin-Treff ist ohne Voranmeldung möglich. Erster Termin im neuen Jahr ist der 19. Januar.

„Es handelt sich um einen Marathon“

Landrat Stephan Siefken informierte sich jetzt vor Ort über das Angebot. Gleichzeitig appellierte er an die Menschen in der Wesermarsch, für das Aktionsbündnis „Wesermarsch hilft“ zu spenden. „Jede Spende hilft, um auch im kommenden Jahr eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte in der Wesermarsch finanzieren zu können“, so der Landrat. „Es handelt sich nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathon.“ Entsprechend wichtig seien Spendengelder, denn diese werden für die Umsetzung jener Aktionen und Maßnahmen zugunsten geflüchteter Menschen eingesetzt, die nicht anderweitig finanziert werden können. Ein Gremium mit Vertretern der Hilfsorganisationen und Serviceclubs entscheidet über die genaue Verwendung der Spendengelder.

Antje Hinrichs ist für das Refugium Wesermarsch im Gremium vertreten. Außerdem übernimmt sie die Arbeit der Koordinierungsstelle für Migration und Teilnahme des Landkreises Wesermarsch. „Ich möchte alle Vereine, Einrichtungen und Privatpersonen, die eine Idee für konkrete Projekte zur Unterstützung von Menschen aus der Ukraine oder anderen Orten der Welt haben, ermuntern, diese zu äußern und sich aktiv in die Umsetzung einzubringen. Durch die Spendengelder besteht die Möglichkeit, wichtige Aktionen zu finanzieren, die dann den sozialen Austausch fördern und der Integration dienen“, so Hinrichs.

Ehrenamtliches Engagement trägt weit

Ebenso sieht es Fuks-Leiterin Ulrike Mayer und fügt hinzu: „Man kann schon vergleichsweise kleine Dinge machen, die großen Nutzen für andere haben.“ Wichtig sei lediglich die Bereitschaft, sich zu engagieren und ein wenig (Frei-)Zeit zu spenden. Bester Beleg dafür sei der Moin-Treff, der inzwischen komplett ehrenamtlich organisiert werde. Eine der Ovelgönner Ehrenamtlichen ist Alke Feise-Addicks: „Ein starkes Helferteam steht hinter dem Moin-Treff. Durch diese große Hilfsbereitschaft vor Ort können wir ein derartiges Angebot anbieten.“ Ein Angebot, das den ukrainischen Familien in der Wesermarsch ein wenig Freude in einer schwierigen Zeit stiftet.

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