Nordenham

Immer wieder ist das THW Nordenham gefordert

In der Corona-Zeit hat sich einiges getan beim Technischen Hilfswerk in Nordenham. Positives. Aus einem Sonderfonds des Bundes konnte das THW zwei neue Fahrzeuge anschaffen. Zudem haben alle Helfer dem THW die Treue gehalten.

Das THW Nordenham hatte in diesem Jahr so viele Einsätze wie lange nicht. Verdiente und langjährige Mitglieder wurden jetzt bei der Helferversammlung geehrt.

Das THW Nordenham hatte in diesem Jahr so viele Einsätze wie lange nicht. Verdiente und langjährige Mitglieder wurden jetzt bei der Helferversammlung geehrt.

Foto: privat

45 aktive Helfer gehören zurzeit zum Technischen Hilfswerk in Nordenham. Von der größten Stadt der Wesermarsch aus ist das THW für den gesamten Landkreis zuständig. Zu den aktiven Helfern kommt der Nachwuchs an 20 Kindern und Jugendlichen.

Technisches Hilfswerk - der Name der Einrichtung ist wörtlich zu nehmen. Mit seiner technischen Ausstattung und seinem Know-how hilft das THW. Die verschiedenen Standorten des THW sind auf verschiedene Schwerpunkte spezialisiert. In Nordenham sind das unter anderem Wasserrettung und die Beseitigung von Ölschäden auf dem Wasser. Aufgrund des Standorts an der Küste ist das naheliegend. Auf beiden Tätigkeitsfeldern war das THW im zu Ende gehenden Jahr gefordert. Unter anderem war das THW im Juni beteiligt an der groß angelegten Suchaktion nach einem Mann, der angeblich am Unionpier die Weser gefallen sein sollte. Gefunden wurde allerdings niemand.

In mehreren Fällen hat das THW auch die Polizei unterstützt, hat bei umfangreichen Verkehrskontrollen die Szenerie ausgeleuchtet, so am Wesertunnel. Das THW hat sich auch engagiert bei der Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine und diese vom Sammelpunkt in Brake verteilt auf die ihnen zugewiesenen Wohnungen in der Wesermarsch.

Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Unterstützung des Rettungsdienstes mit dem THW-Einsatzleitwagen. Bei Großeinsätzen sorgt das THW für Strom und Licht. Als am 21. Juni etliche Menschen aus einem brennenden Mehrfamilienhaus in Friedrich-August-Hütte evakuiert werden mussten, baute das THW ein großes Zelt für die Erstversorgung der Betroffenen auf.

Um diese vielfältigen Anforderungen gut bewältigen zu können, hat das THW Nordenham, finanziert durch ein Sonderprogramm des Bundes, zwei neue Fahrzeuge anschaffen können: einen Mehrzweckgerätewagen und einen Mannschaftstransporter. 23 Einsätze hatte das THW in diesem Jahr. Deutlich mehr als in den Jahren zuvor.

Für dieses Engagement lobte der THW-Landesbeauftragte Manuel Almanzor jetzt das Nordenhamer THW bei dessen Helferversammlung. Nach drei Jahren fand solch ein Treffen erstmals wieder statt. In den beiden vergangenen Jahren war das wegen Corona nicht möglich gewesen. Auch der Ortsbeauftragte Michael Haferkamp dankte den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und Familien und Arbeitgebern für deren Unterstützung.

Im Rahmen der Versammlung wurden verdiente und langjährige Helferinnen und Helfer geehrt:

- 10 Jahre: Mika Deharde, Rasmus Dierks, Leon Maurice Gloystein, Anna Rabea Gützlaff

- 20 Jahre: Michael Haferkamp, Martin Popken

- 25 Jahre: Christian Beck, Rene Büsing, Heinz Schröder

- 50 Jahre: Michael Flügger

- Helferzeichen in Gold: Bjarne Fischer, Sven Fischer, Arne Gützlaff

- Helferzeichen in Gold mit Kranz: Christian Beck, Rene Büsing

Christoph Heilscher

Redaktionsleiter Kreiszeitung Wesermarsch

Christoph Heilscher ist Redaktionsleiter der Kreiszeitung Wesermarsch. Seine journalistischen Schwerpunkte sind die regionale Wirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz, Kommunalpolitik sowie Geschichten über Land und Leute.

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