Butjadingen

Garagenkunst in Butjadingen zu sehen

Unter dem Motto „Kunst von Tor zu Tor“ ist in Ruhwarden die Garage Gallery eröffnet worden. 20 Garagentore im Dorf sind von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region bemalt worden. Die Eigentümer hatten sie als Leinwand zur Verfügung gestellt.

Said Tiraei aus Oldenburg mit Hausbesitzerin Regina Gross vor dem Bild Nr.11: „Bunte Papageien“ .

Said Tiraei aus Oldenburg mit Hausbesitzerin Regina Gross vor dem Bild Nr.11: „Bunte Papageien“ .

Foto: Evelyne Wurm

Kennengelernt hatten sich Eigentümer und Künstler bei einem Speed-Dating, bei dem jeder sich passende Motive für seine Garage aussuchen konnte. Herausgekommen ist dabei ein sehenswertes Spektrum verschiedenster Malstile. Noch bis zum Jahr 2025 können die Kunstwerke von jedermann besichtigt werden. An den Grundstücksgrenzen sind kleine Hinweistafeln aufgestellt worden, die Informationen zu den jeweiligen Bildern liefern. Auch ohne die Einfahrten zu betreten, sind die Tore gut zu sehen.

Die Idee zu dieser künstlerischen Dorfverschönerung kam im Jahr 2021 Ute Extra aus Tossens. Sie wurde gebeten, ein Garagentor bei ihrem Freund Rolf zu bemalen. Schnell kam ihr der Gedanke, dass sich aus diesem Auftrag ein größeres Projekt entwickeln könnte. „Doch Kunst braucht Partner und Sponsoren“, merkte Ute Extra in ihrer Begrüßungsrede an.

Den Auftakt zu „Kunst von Tor zu Tor“ markierte eine sehr gut besuchte Feierstunde mit Kaffee, Kuchen, Sekt und Musikbeiträgen von Gaby Menzel in der Hinterstraße. „Ich habe plötzlich nur noch Garagentore gesehen,“ so Ute Extra weiter. Um die Sache voranzubringen, wandte sie sich an die Künstlerin Christiane Ahlers. Diese ist Mitglied des Gezeiten-Arbeitskreises. So bildete sich eine Projektgruppe, der neben Uta Extra und Christiane Ahlers auch Anne Francksen, Martina Geberzahn, Ursel Löffler sowie Silke und Klaus Trolldenier angehörten. Das Ehepaar Trolldenier, bis 2019 Betreiber der Galerie am Wehlhamm in Ruhwarden, stellte viele seiner Kontakte zur Verfügung.

Ute Extra überbrachte in ihrer Ansprache nicht nur Grußworte von Bürgermeister Axel Linneweber und Landrat Stephan Siefken, sie dankte auch Malermeister Jens Oetken: „Einerseits hatten wir zwar große Malflächen für die Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung, aber ohne Jens Oetkens Grundier- und Versiegelungsarbeiten würden die Werke gar nicht halten“, bedankte sich Ute Extra.

Eine Einführung in die 20 Werke übernahm dann Bärbel de Hade. Die pensionierte Kunstlehrerin verstand es, mit einfühlsamen Worten jedem Kunstwerk Worte zu verleihen. Immer wieder zeigte sich, dass das Motto der diesjährigen Gezeiten-Reihe „Begegnungen am Meer“ in vielen Bildern Ausdruck gefunden hat.

Martina Geberzahn, Vorsitzende des Arbeitskreises, verlieh ihrer Freude über die gelungene Aktion in ihrer Begrüßungsansprache ebenfalls Ausdruck: „Es ist ganz toll, dass mit dem Tor Nummer 10 auch Jugendliche aus Ruhwarden teilgenommen haben.“

Zu sehen sind unter anderem bemalte Tore von Christiane Ahlers, Christine Pape, Klaus Trolldenier, Paul David Turrell, Renate Schildmann aus Oldenburg oder Susanne Westhoff aus Edewecht. Spannend ist es allemal, in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren durch Ruhwarden zu schlendern und die Werke zu betrachten – mit der Garage Gallery ist den Kunst- und Kulturwochen ein echter Coup gelungen. Einerseits war das Interesse schon am Sonnabend sehr groß, andererseits wurde hier Kunst geschaffen, in der sich Malerei, Landschaft und die Bewohner miteinander verbinden.

Nähere Informationen zu den Bildern gibt es im Internet. Zudem sind Übersichtspläne im Schaukasten an der Hauptstraße sowie der Deich- und Sonnenstraße zu finden.

www.gezeiten-butjadingen.de

Inge van de Felde vor dem Tor Nr. 5 mit dem Bild „Düker Groden“ .

Inge van de Felde vor dem Tor Nr. 5 mit dem Bild „Düker Groden“ .

Foto: Evelyne Wurm

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