Werder Bremen

Werder Bremen macht Millionen-Gewinn

Während bei anderen Fußball-Bundesligisten die finanziellen Alarmglocken schrillen und fette Verluste verkündet werden müssen, läuft es beim SV Werder Bremen ganz anders. Der Verein macht einen Millionen-Gewinn.

Werder-Fans

Werder Bremen ist finanziell gut aufgestellt.

Foto: picture alliance/dpa

Aufsteiger Werder Bremen wird seinen Mitgliedern bei der Versammlung am 20. November im Konzerthaus „Glocke“ in Bremen ein sattes Plus für das vergangene Geschäftsjahr (1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022) verkünden, das nach Informationen der Deichstube bei über sechs Millionen Euro liegen soll. Völlig überraschend kommt das zwar nicht, Werder-Boss Klaus Filbry hatte bereits im Frühjahr einen Gewinn angekündigt, aber der sollte eher im niedrigen einstelligen Millionen-Bereich liegen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie bemerkenswert die Zahlen sind. Denn in der Saison 2020/21 gab es ein Minus von 8,8 Millionen Euro, in der Spielzeit davor sogar von 23,8 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren die Folgen der Corona-Pandemie sowie der sportliche Absturz. Nun gab es zwar wieder Zuschauereinnahmen, aber dafür musste der Abstieg mit weniger TV-Geld verkraftet werden. Auch die Sponsoren haben weniger überweisen. Trotzdem schaffte Werder Bremen die finanzielle Wende. „Die Zahlen sind tatsächlich sehr gut. Es war ein Kraftakt auf allen Ebenen und das Ergebnis harter und fokussierter Arbeit“, hatte Klaus Filbry gesagt: „Wir haben in den vergangenen eineinhalb bis zwei Jahren Mindereinnahmen von 80 Millionen Euro zu verkraften gehabt. Wir haben den Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung erfolgreich fortgesetzt. Es war ein Dreiklang aus Senkung der Kaderkosten, hohen Transfererlösen und Einsparungen in allen Bereichen.“ Dabei stechen auf den ersten Blick die Transfererlöse von fast 21 Millionen Euro im Sommer 2021 hervor. Aber auch der Abbau der Kaderkosten von 47 Millionen Euro auf unter 20 war erheblich.

Werder Bremen schwimmt aber nun wahrlich nicht im Geld, sondern lebt auf Pump. 17 Millionen Euro wurden bekanntlich durch eine Anleihe reingeholt, 20 Millionen über Kredite. Deshalb wurden nach dem Bundesliga-Aufstieg fast nur ablösefreie Spieler verpflichtet, lediglich für Jens Stage (FC Kopenhagen) zahlten die Bremer vier Millionen Euro. Die Kaderkosten wurden zwar deutlich erhöht, aber mit etwas über 30 Millionen Euro befindet sich Werder weit unten im Bundesliga-Ranking. Sportlich hat sich das bislang nicht ausgewirkt, die Bremer haben mit neun Punkten aus sieben Spielen einen guten Start hingelegt und dürfen mit Rang zehn zufrieden sein – genauso wie mit den Geschäftszahlen der Vorsaison.

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