Werder Bremen

Rote Karte und kein Tor - Werder kann in Freiburg nicht punkten

Werder Bremen geht auswärts in der Fußball-Bundesliga leer aus.

Bremens Jens Stage (links) und Marvin Ducksch wirken niedergeschlagen.

Bremens Jens Stage (links) und Marvin Ducksch wirken niedergeschlagen.

Foto: Tom Weller/dpa

Der SC Freiburg hat die Pleite beim deutschen Meister FC Bayern München vor nicht einmal einer Woche gut verkraftet. Denn nach dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals am vergangenen Mittwoch meldete sich der Europa-League-Teilnehmer auch in der Fußball-Bundesliga mit einem Sieg zurück. Gegen Aufsteiger SV Werder Bremen gewannen die Freiburger am Samstagnachmittag mit 2:0 (0:0).

Bei ihrem dritten Heimsieg in dieser Saison profitierten die Breisgauer von einem frühen Platzverweis. In der Tabelle festigen sie den dritten Platz, die Bremer liegen auch weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.

Friedl kassiert früh die Rote Karte

Nach einer frühen Roten Karte gegen Marco Friedl (14.) übernahmen die Freiburger vor 34 700 Zuschauern die Kontrolle. Es dauerte aber bis zur 56. Minute, ehe Lukas Kübler die Gastgeber erlöste. Vincenzo Grifo sorgte mit einem verwandelten Strafstoß für die Entscheidung (80.).

Anders als noch beim 2:1-Erfolg nach Verlängerung im Pokal gegen den FC St. Pauli, bei dem Trainer Christian Streich kräftig rotiert hatte, kamen die Freiburger mit ihren Leistungsträgern diesmal wieder besser in die Partie. Sie liefen die Bremer Verteidiger wie gewohnt früh an und kamen so zu gefährlichen Aktionen. Eine davon versuchte Werder-Kapitän Friedl zu verhindern, indem er Michael Gregoritsch am Trikot festhielt. Schiedsrichter Bastian Dankert wertete die Aktion als Notbremse und blieb auch nach einer Besprechung mit dem Videoassistenten bei seiner Entscheidung.

Überzahl spielt dem SC Freiburg in die Karten

Die Überzahl spielte dem Sport-Club, der im Vergleich zum Pokalspiel mit sieben neuen Spielern antrat, in die Karten. Kiliann Sildillia vergab die beste Möglichkeit unmittelbar nach dem Platzverweis. Der Franzose, den Streich überraschend auf dem rechten Flügel aufbot, schob den Ball aber am Bremer Tor vorbei. Jiri Pavlenka im Tor hatte nun deutlich mehr zu tun, weil die Freiburger drückten und fast 60 Prozent Ballbesitz zu verzeichnen hatten. Gegen Nicolas Höfler (21.) und Daniel-Kofi Kyereh (29.) behielt er die Oberhand.

Aber auch in Überzahl taten sich die Gastgeber gegen die dicht gestaffelte Defensive der Bremer schwer. Mit dem zuletzt suspendiert fehlenden Marvin Ducksch und dessen Sturmkollegen Niclas Füllkrug standen die offensivsten Bremer nur etwa 30 Meter vor dem eigenen Tor.

Werder gehört ohnehin nicht zu den Lieblingsgegnern der Freiburger. In den zurückliegenden sechs Spielen gewann der Sport-Club nie. Und auch vor dieser Partie hatte Streich wegen der bisherigen Ergebnisse gewarnt. "Die gewinnen in Hoffenheim - das schaffst du gerade fast nicht. Und sie gewinnen nach Rückstand verdient in Dortmund", sagte er.

In Freiburg kamen die Gäste nach dem Rückstand durch Kübler aber nicht mehr zurück. Der aufgerückte Rechtsverteidiger hatte schon auf europäischer Bühne im Spiel beim FC Nantes getroffen. Nun legte er vor heimischer Kulisse nach und Grifo beseitigte mit seinem Heber vom Punkt die letzten Zweifel am ersten Sieg gegen Bremen seit Mitte Februar 2018.

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