Bremerhaven

Zoo am Meer kommt mit Erfolg aus der Corona-Krise zurück

Die Sehnsucht nach dem Zoo am Meer war offenbar groß: Die Bremerhavener Einrichtung darf sich über einen sehr großen Besucherandrang im Jahr 2022 freuen. Die Zahlen übertreffen selbst den Jahresdurchschnitt vor der Corona-Pandemie deutlich.

Eisbär schwimm rücklings im Wasser

Dank höherer Besucherzahlen ist beim Zoo am Meer Bremerhaven ein wenig Entspannung angesagt – nicht nur im Eisbärengehege.

Foto: Bernd Ohlthaver/Zoo am Meer

„Das Jahr 2022 war in vielerlei Hinsicht ein schwieriges, aber auch sehr erfolgreiches Jahr“, teilt Dr. Heike Kück, Direktorin des Zoo am Meer Bremerhaven, in einer kurzen Jahresbilanz mit. „Das gute Gefühl, bei frischer Luft spannende Tierbegegnungen zu erleben, zog viele Menschen in unseren kleinen Zoo am Weserdeich.“

Besonders erfreulich fällt daher der Blick auf die Besucherzahlen aus, die selbst die Werte vor der Corona-Pandemie übertreffen. „Unsere durchschnittlichen Besucherzahlen lagen vor Corona bei rund 280.000 Besuchern pro Jahr“, sagt Kück. „In diesem Jahr werden wir diesen Wert mit über 320.000 Besucher:innen weit übertreffen.“ Zum Vergleich: In den beiden vorangegangenen Jahren besuchten nur rund 220.000 (2020) und rund 214.000 (2021) Menschen den Zoo. Auch Anfang 2022 hatte die Corona-Pandemie den Zoo noch fest im Griff. Die Prüfung der Eintrittsregeln für Geimpfte, Genese, Getestete, 2G, 2G+ seien sehr herausfordernd gewesen. Erst ab dem Frühjahr fielen die meisten Einschränkungen.

Ausfälle hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen schlug Corona auch im Jahresverlauf noch zu und warf – neben anderen Erkrankungen – den Dienstplan in der Tierpflege immer wieder über den Haufen. „Durch großes Engagement und Einsatz der Tierpfleger konnte aber immer die bestmögliche Pflege für unsere Schützlinge gewährleistet werden“, versicherte Kück. Selbst Großaktionen konnten erfolgreich gestemmt werden. Den Austausch defekter Rohrleitungen bei den Robben, das Einbringen großer neuer Bäume bei den Keas oder die Reparatur der Eisbärenanlage, nennt die Zoodirektorin als Beispiele und dankt der Städtischen Grundstücksgesellschaft als Eigentümerin des Zoos für die gute Zusammenarbeit.

Vogelgrippe statt Corona

Im Tierbestand schlug nicht das Coronavirus, sondern das Vogelgrippevirus zu. „Wir hatten mit nur einem Todesfall bei den Basstölpeln Glück“, berichtet Kück, „aber der Aufwand mit Aufstallung, Beprobung, Hygienemaßnahmen und natürlich der Stress für die Tiere und Pflegekräfte waren enorm.“ Auf der Positivseite gab es viel Nachwuchs bei den Schneehasen sowie im Aquarium bei den Seenadeln und Seestichlingen. Die nun drei Jahre alten Eisbären-Zwillinge Anna und Elsa verstehen sich derweil immer noch blendend mit ihrer Mutter Valeska.

Im kommenden Jahr wird es vor allem um die Energiekosten gehen. „Wir tun alles, was von unserer Seite an Einsparmaßnahmen möglich ist“, berichtet Kück. „In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bremerhaven sind wir sicher, dass wir auch diese Krise erfolgreich überstehen werden.“ (pm/mcw)

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