Bremerhaven

Wie die Krise immer mehr Bremerhavener ins Pfandhaus treibt

In Krisenzeiten boomt das Geschäft von Pfandleihern - auch in der Seestadt. Für immer mehr Bremerhavener ist das Pfandhaus Schumachers der letzte Ort, an dem sie noch zu Geld kommen. Wer sind die Menschen vor und hinter der Panzerglasscheibe?

Dennis Zobel im Pfandhaus Schumachers in Bremerhaven

Pfandleiher Dennis Zobel taxiert hinter einer dicken Panzerglasscheibe den Wert eines gebrauchten Laptops. Die wachsende Not vieler Menschen geht auch an ihm nicht spurlos vorbei.

Foto: RALF MASORAT

Montagmorgen in Bremerhaven-Lehe. Das Pfandhaus Schumachers in der Lutherstraße hat gerade seine Pforten geöffnet. Im Geschäft herrscht Leere. „Sehr ungewöhnlich“, sagt Pfandleiher Dennis Zobel. „Normalerweise ist es montags um diese Zeit rappelvoll.“ Eigentlich müsste man zum Monatswechsel vorbeikommen, schiebt Prokuristin Corinna Zobel dazwischen. „Wenn die Leute ihren Lohn oder ihr Arbeitslosengeld bekommen haben und ihre verpfändeten Gegenstände wieder auslösen wollen. Dann haben wir am Tag an die 500 Kunden. Morgens reicht die Schlange vor dem Geschäft bis zur Hafenstraße.“
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