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RTL-Jahresrückblick: „Treffen der Schmierlappen und Blender“

RTL schaut zurück auf 2022 - und zum ersten Mal ist es nicht Günther Jauch, der für den Sender die Momente des Jahres präsentiert. Das neue Moderatoren-Duo kommt nicht bei allen gut an. Hat wie immer eine besondere Meinung: das Internet.

Thomas Gottschalk (r.) und Karl-Theodor zu Guttenberg

Thomas Gottschalk (r.) und Karl-Theodor zu Guttenberg haben zum ersten Mal den RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen 2022" moderiert.

Foto: picture alliance/dpa

Der Entertainer Thomas Gottschalk und der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) haben erstmals gemeinsam durch den RTL-Jahresrückblick geführt.

Bestimmendes Thema im Format «Menschen, Bilder, Emotionen» war am Sonntagabend der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Das ungewöhnliche Moderatoren-Gespann thematisierte außerdem unter anderem die Proteste im Iran, das Neun-Euro-Ticket und verschiedene persönliche Schicksalsgeschichten.

Als prominente Gäste waren in der rund dreistündigen Sendung unter anderem Marius Müller-Westernhagen, Wotan Wilke Möhring und die Fußballerinnen Alexandra Popp und Lena Oberdorf zu sehen. Auf politische Entwicklungen blickten Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und Sahra Wagenknecht (Linke) zurück.

zu Guttenberg führt Gespräche mit ehemaligen Kollegen

Die Gespräche mit seinen ehemaligen Kollegen führte dabei der frühere Minister zu Guttenberg, während Gottschalk überwiegend die Interviews mit den Promis und Alltagshelden übernahm.

Wie gewohnt ging der Entertainer seine Gäste dabei mitunter forsch an. Dass Popsängerin Sarah Connor ihren Auftritt wegen einer Erkältung kurzfristig absagen musste und nur telefonisch ins Studio geschaltet wurde, bezeichnete er flapsig als «gute Nachrichten».

Die 42-Jährige nahm das in der Sendung zunächst höflich hin, äußerte sich kurz darauf jedoch verärgert auf ihrem Instagram-Account. «Alte weiße Männer», schrieb die Musikerin und: «Muss ich mir nicht gefallen lassen.»

Neues Moderatoren-Duo nimmt sich selbst nicht zu ernst

Das Duo hatte die Sendung in diesem Jahr von Günther Jauch übernommen, der den Jahresrückblick zuvor 25 Jahre lang präsentiert hatte.

Gleich zu Beginn der Show nahmen die Moderatoren selbst auf die ungewohnte Kombination Bezug - zu Guttenberg bezeichnete Gottschalk als «Silberrücken der deutschen Fernsehlandschaft» und sich selbst im Vergleich dazu als «früheren politischen Lackaffen».

Dass die Reaktionen des Publikums auf die neue Moderation zumindest beim Kurznachrichtendienst Twitter gemischt ausfielen, ging offenbar nicht an den Gastgebern vorbei. «Wenn es nach Twitter geht, haben wir es verkackt», frotzelte Gottschalk am Ende der Sendung.

Ein Streifzug durch Twitter

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