Niedersachsen

Ministerpräsident Weil plädiert für Modell „Teil-Ruhestand“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich für mehr Flexibilität beim Beginn der Rente ausgesprochen. „Am besten wäre ein System, in dem Menschen ab einem bestimmten Alter selbst entscheiden, wie lange und wie viel sie arbeiten wollen“, sagte der SPD-Politiker dem „Tagesspiegel“ (Dienstag). „Aber wer nicht mehr weiter arbeiten kann oder will, muss auch früher gehen und von seiner Rente leben können.“

Von dpa
13. Dezember 2022
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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält eine Rede.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält eine Rede.

Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Der niedersächsische Regierungschef erklärte weiter: „Ein solcher Teil-Ruhestand wäre ein flexibler Übergang zwischen Erwerbstätigkeit und Rente.“ Gleichzeitig betonte Weil: „Aber wer nicht mehr weiter arbeiten kann oder will, muss auch früher gehen und von seiner Rente leben können.“

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich am Wochenende dafür ausgesprochen, dass künftig mehr Menschen als bisher tatsächlich bis zum geltenden Renteneintrittsalter arbeiten. SPD, Grüne und FDP hatten zudem schon zu Beginn der Ampel-Koalition in Berlin angekündigt, mit den Sozialpartnern einen Dialog darüber zu führen, wie Wünsche nach längerem Verbleib im Arbeitsleben einfacher verwirklicht werden können. Eine weitere Anhebung des Rentenalters hatte die Ampel im Koalitionsvertrag zugleich ausgeschlossen. Nach geltender Rechtslage wird die Altersgrenze ohne Renten-Abschläge bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.

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