Zeven

Leisterer: Ärzteförderung kommt viel zu spät

Nach Schließung des Martin-Luther-Krankenhauses erodiert die ambulante medizinische Versorgung. Dagegen setzt die Zevener CDU ein Förderprogramm. Damit geht der scheidende Zevener Kinder- und Jugendarzt Hanns-Ulrich Leisterer ins Gericht.

Ein Arzt untersucht ein Kind mit einem Stethoskop.

Wenn die Kinderarztpraxis Leisterer in Zeven geschlossen ist, gibt es in der Mitte des Landkreises keinen Kinderarzt mehr, an den sich Eltern wenden könnten. Dennoch gilt der Kreis als überversorgt. Foto: dpa

Foto: picture alliance/dpa

Die CDU möchte die Ansiedlung von Ärzten mit der Beschaffung eines Bauplatzes und einem Zuschuss für die Praxisgründung fördern. Anlass ist die Schließung Ihrer Kinderarztpraxis in Zeven. Was halten Sie davon? In der Stadt bin ich seit 31 Jahren als Kinder- und Jugendarzt tätig. Die CDU war maßgeblich beteiligt an der Schließung der Geburtshilfe am Martin-Luther-Krankenhaus 2003. Damit brauchte man auch keinen Neonatologen mehr. Ich hätte gehen sollen. Aber: Suchet der Stadt Bestes (Jer 29,7). Die Stadt bedankte sich nicht, hob die Einbahnregelung in der Molkereistraße auf und räumte den Adventsschmuck ab. Auf den großen Parkplatz kam das Seniorenheim. Die Praxis mit der steilen Treppe und den hohen Räumen über der Neuen Apotheke übernahm ich von Frau Dr. Ilse Koch; die Praxis im Parterre vermietete mir Hans Hastedt. Die Räume hatten schnellsten Weg zum Kreißsaal. Ein neuer Pädiater/-in braucht neue Räume.
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