Bremerhaven

Bremerhavener Meeresforscherin Boetius erhält Weizsäcker-Preis

Die Bremerhavener Meeresforscherin und Mikrobiologin Antje Boetius ist am Montag mit dem diesjährigen Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis ausgezeichnet worden. Sie habe Pionierarbeit auf dem Gebiet der Tiefsee- und Polarforschung geleistet.

Prof. Dr. Thomas Krieg (v. l.), Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Prof. (ETHZ) Dr. Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Preisträgerin Prof. Dr. Antje Boetius, Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin und Mitglied der Geschäftsführung des Stifterverbandes freuten sich über die Preisverleihung.

Prof. Dr. Thomas Krieg (v. l.), Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Prof. (ETHZ) Dr. Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Preisträgerin Prof. Dr. Antje Boetius, Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin und Mitglied der Geschäftsführung des Stifterverbandes freuten sich über die Preisverleihung.

Foto: Markus Scholz für die Leopoldina

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wurde ihr in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) für ihren langjährigen Einsatz in der Erforschung der Tiefsee übergeben.

Der Preis wird seit 2009 gemeinsam vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Leopoldina vergeben. Alle zwei Jahre sollen damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Forscherteams gewürdigt werden, die einen Beitrag zur wissenschaftlichen Bearbeitung gesellschaftlich wichtiger Probleme geleistet haben. Er wird traditionell im Rahmen der Weihnachtsvorlesung der Leopoldina verliehen, die Boetius unter dem Titel „Leben im Ozean“ hielt.

Boetius habe Pionierarbeit auf dem Gebiet der Tiefsee- und Polarforschung geleistet, hieß es. Sie baue Brücken zwischen Biologie, Chemie und Erdsystemforschung und trage somit wesentlich zur Entwicklung der neuen Disziplin Biogeochemie bei, sagte Leopoldina-Präsident Gerald Haug.

Der Präsident des Stifterverbandes, Michael Kaschke, lobte auch ihr gesellschaftliches Engagement. Boetius sei es wichtig, Diskussionen über kontroverse Themen der Forschung anzuregen.

Die 1967 in Frankfurt/Main geborene und schon vielfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin ist seit 2017 Direktorin des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Sie beschäftigt sich derzeit vor allem mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Biogeochemie und Biodiversität des Arktischen Ozeans.

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