Niedersachsen

Nach Erdbeben: Niedersachsen und Bremen helfen

Die Kälte macht den Menschen im Erdbebengebiet in der Türkei und in Syrien schwer zu schaffen. Aus Niedersachsen und Bremen kommt Unterstützung, Hilfskräfte bereiten sich auf Einsätze vor.

Von dpa
08.02.2023
icon2 Min.
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Rauch steigt aus einem Gebäude, das durch die Erdbeben zerstört wurde.

Rauch steigt aus einem Gebäude, das durch die Erdbeben zerstört wurde.

Foto: Khalil Hamra/AP/dpa

Auch aus Niedersachsen und Bremen rollt die Hilfe für die vom Erdbeben betroffenen Gebiete in der Türkei und in Syrien an. Das Innenministerium in Hannover kündigte am Mittwoch an, Hilfsgüter zur Verfügung zu stellen - darunter 15.000 Feldbetten. Weitere Güter sind demnach 5000 Decken, 4000 Sets Bekleidung, 50 Zentralheizungen sowie 50 winterfeste Zelte. „Weitere staatliche Hilfsersuchen werden wir, wenn sie hier eingehen, umgehend prüfen und in jeder uns möglichen Weise helfen“, sagte Innenministerin Daniela Behrens (SPD).

Die Volkswagen AG spendet eine Million Euro für die Sofort- und Notfallhilfe. Jeweils 500.000 Euro der Spende erhalten die UNO Flüchtlingshilfe sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Zusätzlich ruft der Volkswagen Konzern zusammen mit dem Konzernbetriebsrat die Beschäftigten auf, sich an den Spenden für Erdbebenopfer zu beteiligen, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

Rund 50 Tonnen Hilfsgüter schickt das Technische Hilfswerk (THW) Baden-Württemberg, ehrenamtliche Helfer fuhren sieben Lastwagen aus dem Großraum Ulm zum Militärflughafen in Wunstorf, wie ein Sprecher mitteilte. Bepackt waren sie mit knapp 2000 Feldbetten, Schlafsäcken und Decken. Auch Zelte, Heizgeräte und Isomatten werden in das Krisengebiet gebracht.

Auf mögliche Einsätze in der Türkei bereiten sich die Bremer Landesverbände von DRK und ASB vor. So stellt das Rote Kreuz in der Hansestadt fünf Sattelzüge zur Verfügung, um Hilfsgüter in die Türkei zu bringen. Die Abfahrt sei für die kommenden Tage geplant, teilte die Senatskanzlei mit. Das DRK Bremerhaven werde sich personell an dem Konvoi beteiligen. Der Arbeiter-Samariter-Bund in Bremen prüfe die Entsendung von Hilfskräften, um die medizinische Versorgung vor Ort zu unterstützen.

Von den Bundesbehörden, die die Hilfe koordinieren, seien noch keine Anfragen an Bremen gekommen, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). „Sollte dies geschehen, werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten selbstverständlich Hilfe leisten.“ Den Angehörigen der Opfer gelte sein tiefstes Mitgefühl.

Das Innenressort lobte die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, riet aber von Sachspenden ab. „Zum jetzigen Zeitpunkt können diese nur schwer koordiniert, transportiert und eingesetzt werden“, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Sollten später Sachspenden eine sinnvolle Ergänzung sein, werde dazu aufgerufen.

Zu Geldspenden rief auch die Stadt Göttingen auf. „Viele Menschen haben Angehörige verloren, andere suchen verzweifelt nach Überlebenden. Die klirrende Kälte macht die Hilfe wie das Leben schwer. Es ist ein Akt der Solidarität, den Menschen im Katastrophengebiet zu helfen“, sagte Oberbürgermeisterin Petra Broistedt.

Mit einer Stärke von 7,7 bis 7,8 hatte das Beben am frühen Montagmorgen das Gebiet an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien erschüttert. Am Montagmittag folgte dann ein weiteres Beben der Stärke 7,5 in derselben Region. Am Mittwoch überschritt die Zahl der bestätigten Toten die Schwelle von 10.000. Zehntausende wurden verletzt.

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