Zeven

40-jähriges Bestehen der Rheuma-Liga in Zeven gefeiert

Seit 40 Jahren existiert die Arbeitsgemeinschaft Zeven der Rheuma-Liga Niedersachsen. In festlichem Rahmen begingen nun Leitungsteam, Mitglieder und geladene Gäste das stolze Jubiläum in Willenbrocks Gasthof in Kirchtimke.

Die geehrten halten Blumensträuße in den Händen und haben sich zum Gruppenfoto aufgestellt.

Von der Rheuma-Liga geehrt: (von links) Reinhild Lahde, Gisela Brinkmann (beide mehr als 20 Jahre Übungsleiter), Inge Dreyer (40 Jahre Mitglied), Anja Kieper (zehn Jahre Therapeutin), Brigitte Schröder (25 Jahre Mitglied), Silke Linke, Werner Krause (beide mehr als zehn Jahre Therapeuten) und Antje Breitenbach (Teamleiterin und ebenfalls mehr als 20 Jahre Therapeutin).

Foto: Rheuma-Liga

Mehr als 170 Mitglieder und Gäste waren der Einladung gefolgt und füllten den Saal des Gasthofs. Als Gastrednerin hatte sich Dr. Inge Ehlebracht-König, Präsidentin der Rheuma-Liga Niedersachsen, angesagt. Antje Breitenbach, Teamleiterin der Zevener Arbeitsgemeinschaft, begrüßte die Mitglieder und Gäste, unter ihnen Samtgemeindebürgermeister Henning Fricke (SPD), Kirchtimkes Ortsbürgermeister Frank Tibke (CDU) sowie die privaten Badbetreiber Gisela Brinkmann und Michael Schröder. Nachdem das Buffet abgeräumt war, traten die Mädchen vom Jugendzirkus Smarties unter der Leitung von Laura aus Ahausen auf. Die Mädchen zeigten ihr akrobatisches Können bei Darbietungen aus dem Musical „König der Löwen“ und beim „Mambo No. 5“. Weitere Kunststücke wurden beim Jonglieren mit Bällen und Diabolo vorgeführt. Den Darbietungen schloss sich der Gastvortrag Ehlebracht-Königs an. Sie referierte über eines der wichtigsten Werkzeuge des Körpers, stellte die immense Bedeutung der Hände dar und betonte, dass gerade im Bereich der Hände Krankheitsbilder wie Polyarthrose, Polyarthritis und Gicht vorkommen. Es könne jeden treffen. Selbst Keith Richards von den Rolling Stones habe eine sehr ausgeprägte Polyarthrose. Das halte ihn aber nicht davon ab, weiterhin im Alter von über 70 Jahren Konzerte zu geben. Auch andere Krankheiten wie rheumatische Arthritis träten gerade an den Handgelenken auf. Sie führe unbehandelt zu schmerzhaften, geschwollenen Gelenken, zu einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit und einer fortschreitenden Gelenkzerstörung. Ehlebracht-König stellte prophylaktische Hilfsmittel vor, mit denen jeder sich das Leben leichter machen könne. Dann gab Breitenbach einen Rückblick auf die Geschichte der Rheuma-Liga-AG Zeven. Auf Einladung der AOK Bremervörde trafen sich 1982 Interessierte und von Rheuma Betroffene zu einem Informationsabend im Rathaus in Zeven. Das war die Geburtsstunde der Arbeitsgemeinschaft. Auf Anhieb kamen 34 Personen zusammen, die sich fortan um das Thema Rheuma, Vorbeugung und Behandlung bemühten. Übungsgruppen wurden gegründet, Trainer engagiert und Sportmöglichkeiten geschafften. Wegen Geldmangels wurden die ersten Übungsgeräte selbst hergestellt. Aus Besenstielen wurden Gymnastikstäbe gebaut und Gewichtssäckchen genäht und mit Körnern gefüllt. Zwei Gründungsmitglieder gehören der Arbeitsgemeinschaft noch an, und eine von ihnen, Inge Dreyer aus Hesedorf, ist immer noch aktiv dabei. Die Teamleiterin skizzierte ein Bild der derzeitigen Aktivitäten im Bereich der Wasser- und Trockengymnastik und unterstrich die Bedeutung des Funktionstrainings. Die Zahl der Mitglieder stieg bis zum Jahr 2000 auf mehr als 2.000 Mitglieder. In neun Bädern übten 134 Wassergymnastikgruppen und in zehn Hallen und therapeutischen Einrichtungen 22 Trockengymnastikgruppen. Betreut wurden die Gruppen von bis zu 54 Therapeuten und durch die Rheuma-Liga ausgebildeten Übungsleitern. Allerdings seien infolge der Schließung von Bädern und Hallen der Arbeitsgemeinschaft in den weiteren Jahren Mitglieder und Trainer verloren gegangen. Und durch die Pandemie und die damit einhergehende längere Schließung von Bädern und Hallen sei es erneut zu einem Mitgliedereinbruch gekommen. Mit mehr als 1.250 Mitgliedern sei die Arbeitsgemeinschaft aber immer noch gut aufgestellt. In fünf Bädern üben heute 84 Wassergymnastikgruppen und in acht Hallen und Therapiestätten 14 Trockengymnastikgruppen. Hinzu komme noch eine Fibromyalgieselbsthilfegruppe. Betreut werden die Gruppen von 32 Therapeuten und Übungsleitern. Leider sei es immer schwieriger geworden, Therapeuten und qualifizierte Übungsleiter zu finden, die bereit sind, Gruppen zu leiten. Einen besonderen Dank sprach Breitenbach aber den anwesenden Vertretern der Kommunen und den privaten Betreibern aus, die ihre Örtlichkeiten und Bäder der Rheuma-Liga zur Verfügung stellen. Zum Abschluss nahm Breitenbach noch Ehrungen für langjährige Mitglieder und Therapeuten vor. Da die Arbeitsgemeinschaft sehr mit der Stadt Zeven verbunden ist und das Aquafit und mehrere Sporthallen nutzt, überbrachte Fricke noch ein Grußwort von Stadt und Gemeinden. Zum Abschluss trat das Duo Vier Halbe auf, das mit Musik und Comedy zur Unterhaltung der Gäste beitrug. (pm/ger)

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