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Simpel und saftig: Der „Deichgriller“ verrät sein perfektes Steak-Rezept

Dunkles Grillmuster, rosafarbener Kern und aromatischer Fleischsaft – ein leckeres Steak ist der Dauerbrenner für Grillfans. Doch wie bereitet man das perfekte Steak eigentlich zu und was sollte man dazu servieren? Der Grill-Influencer Christian Schwarz (alias der „Deichgriller“) aus Cuxhaven hat sein Lieblingsrezept bereits gefunden: Er bereitet ein saftiges Flanksteak mit argentinischer Chimichurri-Sauce und krossem Brot zu.

Essen wie im Restaurant? Ein leckeres Steak ist nicht kompliziert – aber man sollte einiges beachten, weiß der „Deichgriller“ aus Cuxhaven.

Essen wie im Restaurant? Ein leckeres Steak ist nicht kompliziert – aber man sollte einiges beachten, weiß der „Deichgriller“ aus Cuxhaven.

Foto: Luise Langen

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1. Kapitel

Qualität ist entscheidend

„Das wichtigste ist natürlich die Fleischqualität“, stellt Christian Schwarz gleich zu Anfang fest. „Wenn man billiges, wässriges Fleisch kauft, kann das Ergebnis nicht gut werden. Aber es muss auch kein japanisches Kobe-Rind sein.“ Zwischen 25 und 30 Euro sollte man für ein 300-Gramm-Steak mindestens zahlen, ist er überzeugt.

Christian Schwarz aus Cuxhaven hat seine Leidenschaft zum Zweitjob gemacht. Als „Deichgriller“ zeigt er seinen Followern auf Instagram und TikTok, wie man Grillgerichte zubereitet.

Christian Schwarz aus Cuxhaven hat seine Leidenschaft zum Zweitjob gemacht. Als „Deichgriller“ zeigt er seinen Followern auf Instagram und TikTok, wie man Grillgerichte zubereitet.

Foto: Luise Langen

Aber teuer heißt nicht gleich gut. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick: „Es ist ein gutes Zeichen, wenn das Fleisch eine schöne rote Farbe, eine gleichmäßige Marmorierung hat und nicht faserig ist.“ Fetteinlagerungen seien hingegen wünschenswert, weil sie für den Geschmack und für ein besonders zartes Fleisch sorgen. Neben den Augen nutzt er die Nase für den Qualitätscheck: „Ein strenger Geruch ist natürlich ein schlechtes Zeichen. Man sollte sich da auf die eigene Intuition verlassen.“

Gute Qualität bedeutet für den „Deichgriller“ auch, dass die Tiere artgerecht gehalten sowie gefüttert und nicht zu früh geschlachtet werden: „Neben dem Tierwohl geht es auch um den Geschmack: Die gesamte Haltung ist dafür entscheidend und das Fleisch braucht eine gewisse Reife, um den vollen Geschmack zu entfalten.“

Er selbst bezieht sein Fleisch in der Regel über einen Gourmet-Online-Händler aus den USA. „Viele Fragen sich, warum ich nicht direkt in der Region kaufe. Aber ich habe festgestellt, dass die Qualität in den USA oft besser ist. Außerdem gibt es mehr Auswahl“, sagt er. Aber auch ein regionaler Metzger des Vertrauens könne oft gute und ungewöhnliche Fleischsorten beschaffen. Am liebsten isst der Grill-Influencer Flanksteak – „das hat etwas Biss und ist sehr aromatisch“.

2. Kapitel

Rezept: Das perfekte Steak

Das Lieblingsrezept von Christian Schwarz ist simpel und saftig: Flanksteak vom Rind mit argentinischer Chimichurri-Sauce und krossem Brot.

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Dafür braucht ihr...

  • einen Holzkohlegrill oder besser einen Gasgrill
  • ein Grillthermometer
  • Flanksteak
  • Anmerkung: Der „Deichgriller“ nutzt ein Flanksteak vom US-Angus-Rind.
  • Ciabatta-Brot
  • grobes Salz
  • Pfefferkörner
  • 2 Bund glatte Petersilie
  • 2 Chilischoten
  • eine Limette
  • 2 Schalotten oder Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • rosa Himalaja-Salzflocken
  • Oregano
  • Thymian
  • ein Lorbeerblatt
  • Olivenöl
  • (wer es rauchig mag, kann Smoked Olivenöl verwenden)
Die meisten Zutaten sind für die Chimichurri-Sauce. Die bereitet Christian Schwarz gerne einen Tag vor dem Grillen zu, damit sie gut durchziehen kann. Je länger sie zieht, desto besser, sagt der Cuxhavener. Im Kühlschrank soll sie einige Wochen halten.

Die meisten Zutaten sind für die Chimichurri-Sauce. Die bereitet Christian Schwarz gerne einen Tag vor dem Grillen zu, damit sie gut durchziehen kann. Je länger sie zieht, desto besser, sagt der Cuxhavener. Im Kühlschrank soll sie einige Wochen halten.

Foto: Luise Langen

Die argentinische Soße besteht aus verschiedenen, geschmacksintensiven Zutaten, die in einem Mörser miteinander vermengt werden. Dafür schneidet er zunächst Petersilie, Schalotten, Knoblauch und Chili klein. Als Erstes kommen Petersilie und Schalotten in den Mörser.

Die argentinische Soße besteht aus verschiedenen, geschmacksintensiven Zutaten, die in einem Mörser miteinander vermengt werden. Dafür schneidet er zunächst Petersilie, Schalotten, Knoblauch und Chili klein. Als Erstes kommen Petersilie und Schalotten in den Mörser.

Foto: Luise Langen

Christian Schwarz presst eine ganze Limette über die Zutaten und zerreibt sie mit dem Mörser zu einem Brei. Dann folgen der Knoblauch und ein Schuss Olivenöl. Nach einer weiteren Runde im Mörser gibt der Grill-Influencer je einen Teelöffel rosa Himalaja-Salzflocken, Pfeffer, Oregano und Thymian hinzu. Noch einmal wird alles gemörsert, dann kommt die Chimichurri ins Einmachglas. Er füllt das Glas mit Olivenöl auf, bis die Paste gerade so bedeckt ist. Jetzt fehlt nur noch das Lorbeerblatt, dann ist die Steak-Sauce fertig.

Christian Schwarz presst eine ganze Limette über die Zutaten und zerreibt sie mit dem Mörser zu einem Brei. Dann folgen der Knoblauch und ein Schuss Olivenöl. Nach einer weiteren Runde im Mörser gibt der Grill-Influencer je einen Teelöffel rosa Himalaja-Salzflocken, Pfeffer, Oregano und Thymian hinzu. Noch einmal wird alles gemörsert, dann kommt die Chimichurri ins Einmachglas. Er füllt das Glas mit Olivenöl auf, bis die Paste gerade so bedeckt ist. Jetzt fehlt nur noch das Lorbeerblatt, dann ist die Steak-Sauce fertig.

Foto: Luise Langen

Nun ist das Fleisch an der Reihe: Während der Grill vorheizt, entfernt er die Sehnen vom Flanksteak und streut eine großzügige Portion grobes Salz darüber. Der Rost sollte so heiß sein wie möglich. Im besten Fall hat der Grill eine Hochtemperaturzone mit mehr als 800 Grad, so Schwarz.

Nun ist das Fleisch an der Reihe: Während der Grill vorheizt, entfernt er die Sehnen vom Flanksteak und streut eine großzügige Portion grobes Salz darüber. Der Rost sollte so heiß sein wie möglich. Im besten Fall hat der Grill eine Hochtemperaturzone mit mehr als 800 Grad, so Schwarz.

Foto: Luise Langen

Wenn der Grill seine Höchsttemperatur erreicht hat, legt der Grillmeister das Steak auf den Rost. Nach ca. 30 bis 45 Sekunden sollte sich das Fleisch vom Rost lösen. Das ist für ihn das Zeichen zum Wenden. Um das beliebte Rauten-Grillmuster zu erzeugen, verändert der Cuxhavener dabei den Winkel von 10 Uhr auf 14 Uhr. Insgesamt soll jede Seite nur etwa anderthalb Minuten bei hoher Temperatur gegrillt werden, aber innerhalb dieser Zeit wendet er das Steak mehrfach.

Wenn der Grill seine Höchsttemperatur erreicht hat, legt der Grillmeister das Steak auf den Rost. Nach ca. 30 bis 45 Sekunden sollte sich das Fleisch vom Rost lösen. Das ist für ihn das Zeichen zum Wenden. Um das beliebte Rauten-Grillmuster zu erzeugen, verändert der Cuxhavener dabei den Winkel von 10 Uhr auf 14 Uhr. Insgesamt soll jede Seite nur etwa anderthalb Minuten bei hoher Temperatur gegrillt werden, aber innerhalb dieser Zeit wendet er das Steak mehrfach.

Foto: Luise Langen

Es geht mit indirekter Hitze und einem Grillthermometer weiter: Christian Schwarz legt das Fleisch auf den Warmhalterost. Dort zieht es auf eine Kerntemperatur von 54 Grad hoch – er mag sein Fleisch medium rare. Medium ist ein Flanksteak, wenn die Kerntemperatur bei etwa 56 bis 60 Grad liegt. Während das Fleisch auf die gewünschte Temperatur hochzieht, legt er das Brot auf den Rost und grillt es von beiden Seiten, bis es kross ist.

Es geht mit indirekter Hitze und einem Grillthermometer weiter: Christian Schwarz legt das Fleisch auf den Warmhalterost. Dort zieht es auf eine Kerntemperatur von 54 Grad hoch – er mag sein Fleisch medium rare. Medium ist ein Flanksteak, wenn die Kerntemperatur bei etwa 56 bis 60 Grad liegt. Während das Fleisch auf die gewünschte Temperatur hochzieht, legt er das Brot auf den Rost und grillt es von beiden Seiten, bis es kross ist.

Foto: Luise Langen

Wer kein Warmhalterost hat, kann beim Gasgrill die Temperatur auf das Minimum runterdrehen. Bei einem Kohlegrill gibt es die Möglichkeit, nur die Hälfte des Grills mit Kohle zu bedecken und die andere Seite frei zu lassen. Das Steak wird dann auf die weniger heiße Seite gelegt, bis es seine Kerntemperatur erreicht hat.

Wer kein Warmhalterost hat, kann beim Gasgrill die Temperatur auf das Minimum runterdrehen. Bei einem Kohlegrill gibt es die Möglichkeit, nur die Hälfte des Grills mit Kohle zu bedecken und die andere Seite frei zu lassen. Das Steak wird dann auf die weniger heiße Seite gelegt, bis es seine Kerntemperatur erreicht hat.

Foto: Luise Langen

Der „Deichgriller“ nimmt das Steak vom Grill und legt es gemeinsam mit dem krossen Brot auf ein Holzbrett. Dort soll es etwa fünf Minuten lang ruhen. Wenn er es direkt anschneiden würde, könnte zu viel kostbarer Fleischsaft austreten.

Der „Deichgriller“ nimmt das Steak vom Grill und legt es gemeinsam mit dem krossen Brot auf ein Holzbrett. Dort soll es etwa fünf Minuten lang ruhen. Wenn er es direkt anschneiden würde, könnte zu viel kostbarer Fleischsaft austreten.

Foto: Luise Langen

Auch beim Anschneiden hat Christian Schwarz einen Tipp: Immer gegen die Faser schneiden, ansonsten wird das Fleisch zäh. Übrigens: Direkt nach dem Aufschneiden hat das Steak noch nicht seine finale Farbe. Erst ist der Kern noch blass, aber nach ein paar Sekunden rötet er nach.

Auch beim Anschneiden hat Christian Schwarz einen Tipp: Immer gegen die Faser schneiden, ansonsten wird das Fleisch zäh. Übrigens: Direkt nach dem Aufschneiden hat das Steak noch nicht seine finale Farbe. Erst ist der Kern noch blass, aber nach ein paar Sekunden rötet er nach.

Foto: Luise Langen

Jetzt fehlt nur noch die Chimichurri-Sauce, dann ist das saftige Steak servierbereit. Guten Appetit!

Jetzt fehlt nur noch die Chimichurri-Sauce, dann ist das saftige Steak servierbereit. Guten Appetit!

Foto: Luise Langen

Luise Maria Langen

Reporterin

Luise Langen arbeitet seit 2020 als Reporterin für die NORDSEE-ZEITUNG. Von guten Geschichten war die gebürtige Berlinerin aber schon immer begeistert – auch während ihres Germanistik-Studiums in Österreich und der Zeit als Regieassistentin am Stadttheater Bremerhaven.

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