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Häusliche Gewalt: Nach über 20 Jahren Missbrauch zurück ins Leben

Der Riss im Trommelfell ist nie verheilt. Der gebrochene Kiefer schon. Um die zertrümmerte Seele wächst Rinde, ganz langsam, jetzt, ein Leben später. In dem Leben 13 Jahre nach dem anderen Leben – dem als Opfer. „Ich will wie so ein Baumstamm sein“, sagt sie. Ihre Hände tasten über die Haut der uralten Buche im Park: Rau. Verkrustet. Vernarbtes Holz. Raus zu den Bäumen ist sie immer, wenn er wieder zugeschlagen hat. Oder getreten. Oder beides. „Bäume schützen. Bäume rauben Energie nicht, sie geben sie.“ Blutend, auf einem Baumstumpf kauernd, hatte sie damals, 2008, entschieden, „trotz aller Angst, aller Scham, einen Koffer zu packen, die drei Kindern zu nehmen und zu gehen.“

So will sie sein, heute, nach jahrelangen Misshandlungen: Wie ein Baumstamm, verwurzelt, standfest und allen Stürmen trotzend.

So will sie sein, heute, nach jahrelangen Misshandlungen: Wie ein Baumstamm, verwurzelt, standfest und allen Stürmen trotzend.

Foto: Schwan

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