NORD|ERLESEN

Das Steuer herumreißen

Die Mattenburger Straße in Bad Bederkesa war und ist ein heiß diskutiertes Thema. Nach ihrer Sanierung ist sie heute ein schönes Beispiel für die optische Aufwertung einer Ortsmitte – mit einer Einschränkung: Autos im Begegnungsverkehr stören die Aufenthalts- und Lebensqualität. Das „Stadtexperiment“ mit seiner provisorischen Einbahnstraßenregelung und den Pflanzen und Bänken hat gezeigt, dass es anders geht. Während der Versuchsphase wurden weniger Autos auf der „Mattenburger“ gesehen, es gab mehr Ruhe und Platz für Fußgänger, die nicht zur Seite springen mussten, wenn ihnen wieder ein Auto auf dem Gehweg entgegengekommen ist, nur weil es im Begegnungsverkehr wieder zu eng wurde. Die Mattenburger Straße sollte – wie beim „Stadtexperiment“ – vom Berghorn bis zum Rathaus zur Einbahnstraße werden, ebenso die Amtsstraße zwischen Kurpark-Eingang und Burg. Bad Bederkesa hat genügend Parkplätze, auf denen Einheimische und Gäste ortskernnah ihr Auto abstellen können. Das sollten Verwaltung und Politik bedenken, wenn sie die Ergebnisse der Bürgerbefragung auswerten – und das Steuer herumreißen. Beers ist ein Kur- und Erholungsort. Und motorisierter Individualverkehr ist in Zeiten von Mobilitätswende und Klimawandel heute eh von gestern.

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