Politik

Viel Polit-Prominenz beim Wahlkampf-Endspurt

Lindner, Heil, Merz und Co.: Kurz vor der Niedersachsen-Wahl schicken die Parteien noch einmal viele bekannte Gesichter in den Wahlkampf. Gerät der knappe Vorsprung der SPD auf die CDU ins Wanken?

Von dpa
7. Oktober 2022
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Mit prominenten Bundespolitikern werben die Parteien unmittelbar vor der Landtagswahl in Niedersachsen am Freitag noch einmal um unentschlossene Wählerinnen und Wähler. Die CDU tritt um 17.00 Uhr mit Bundeschef Friedrich Merz und Spitzenkandidat Bernd Althusmann in Hannover auf. Die SPD setzt um 18.00 Uhr in Braunschweig neben Ministerpräsident Stephan Weil auf Arbeitsminister Hubertus Heil sowie die Chefin des VW-Konzernbetriebsrats, Daniela Cavallo. Für die SPD ist es allerdings nicht der letzte große Termin: Am Samstag wird noch Bundeskanzler Olaf Scholz in Hannover erwartet.

Bundesfinanzminister Christian Lindner unterstützt die FDP am Freitag in gleich drei Städten: in Braunschweig (13.00 Uhr), Celle (17.00 Uhr) und Hannover (19.30 Uhr). Für die Grünen kommen Bundesfamilienministerin Lisa Paus und der Bundesvorsitzende Omid Nouripour in die Landeshauptstadt (15.00 Uhr). Die AfD wirbt in Wesendorf bei Gifhorn (18.30 Uhr) unter anderem mit dem Vize ihrer Bundestagsfraktion und Landesvorsitzenden in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, um Stimmen - ein zunächst geplanter Auftritt von Co-Parteichefin Alice Weidel wurde krankheitsbedingt abgesagt. Die Linke setzt zum Abschluss in Salzgitter (15.00 Uhr) auf Gregor Gysi.

In den jüngsten Umfragen zur Wahl am Sonntag lag die SPD knapp vor der CDU, gefolgt von den Grünen. Die AfD kann auf ein zweistelliges Ergebnis hoffen, die FDP muss hingegen um den Verbleib im Landtag bangen. Die Linke lag in den Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Ministerpräsident Weil von der SPD strebt bei der Wahl eine dritte Amtszeit an, wenn möglich zusammen mit den Grünen statt wie zuletzt in einer großen Koalition mit der CDU. Sein Herausforderer Althusmann versucht, mit Warnungen vor einer Neuauflage von Rot-Grün zu punkten. Knapp 6,1 Millionen Einwohner dürfen am Sonntag wählen gehen.

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