Deutschland & Welt

Umfrage: 40 Prozent sparen höchstens 100 Euro im Monat

Die steigenden Kosten und die Inflation setzen den Deutschen zu. Nun gibt eine erschreckende Klarheit darüber, wie viel überhaupt noch zum Sparen bleibt.

Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand.

Angesichts der Inflation und der steigenden Preise bleibt immer weniger Geld zum sparen.

Foto: Daniel Karmann/dpa

Vier von zehn Menschen in Deutschland sparen höchstens 100 Euro im Monat. Etwa jeder Zehnte (11 Prozent) der 1000 Befragten gab in einer Erhebung des Innovationsdienstleisters Zühlke an, gar nichts auf die hohe Kante zu legen - zumeist, weil am Monatsende kein Geld übrig bleibt. Die Preise für Energie und Lebensmittel haben zuletzt kräftig angezogen.

Die seit Monaten extrem hohe Inflation hat viele Menschen jedoch auch für das Thema Sparen sensibilisiert. 62 Prozent der Befragten wählten aus einer Reihe vorgegebener Möglichkeiten die Antwort: «Ich möchte mich stärker mit dem Thema Geldanlage befassen.» In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sagten dies sogar 77 Prozent.

«Insbesondere für junge Menschen ist die hohe Inflation ein Bedrohungsszenario. Sie erkennen, dass sie dringend handeln müssen, um später ein sicheres Auskommen zu haben», ordnete Jan-Philipp Koch von Zühlke ein. Das Unternehmen, das unter anderem in Eschborn bei Frankfurt einen Sitz hat, arbeitet für Kunden in verschiedenen Branchen neue Geschäftsmodelle aus.

Als Sparziel nannte in der Umfrage die Mehrheit ein finanzielles Polster für Notfälle (54 Prozent). Auch Urlaub (47 Prozent) und Altersvorsorge (41 Prozent) stehen ganz oben auf der Liste. Kapitalanlage als Sparziel gaben in der Befragung 23 Prozent der 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. (dpa/dm)

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