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Rattenfänger-Literaturpreis für 2020 und 2022 überreicht

Der Rattenfänger-Literaturpreis ist am Freitag an die beiden Preisträger der Jahre 2020 und 2022 übergeben worden. John Hare und Tobias Goldfarb nahmen den mit 5000 Euro dotierten Preis im Theater Hameln entgegen. Wegen der Corona-Pandemie erhielt Hare den Preis erst jetzt.

Von dpa
7. Oktober 2022
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Ein Bücherstapel liegt in einer Buchhandlung auf dem Tisch.

Ein Bücherstapel liegt in einer Buchhandlung auf dem Tisch.

Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

Die beiden prämierten Werke, Hares Bilderbuch „Ausflug zum Mond“ und Goldfarbs Roman „Niemandsstadt“, wurden jeweils mit künstlerischen Auftritten gewürdigt. Die Klassik-Band „Spark“ präsentierte ein improvisiertes Musikstück während auf einer Leinwand die Seiten von Hares Bilderbuch gezeigt wurden. Das Theater Hameln zeigte eine szenische Lesung zu „Niemandsstadt“. Anschließend diskutierten die beiden Schriftsteller auf dem Podium über ihre Arbeit als Autoren.

Der Berliner Tobias Goldfarb lasse in seinem Buch Welten kollidieren - Technik und Magie oder Traum und Realität, urteilte die Jury. Aus diesen Gegensätzen habe er „experimentierfreudige Urban Fantasy gewoben, die sensibel vom Erwachsenwerden erzählt“. Die Geschichte handelt vom Leben zweier Schülerinnen, sie spielt im realen Berlin sowie in einer von mystischen Wesen bevölkerten Parallelwelt der Stadt.

Als Meister der Andeutung gelinge es Hare eine zarte, hoffnungsvolle Geschichte über die Zukunft einer Menschheit zu erzählen, die ganz ohne Worte die Gesprächspartner berühre und verändere, hieß es im Jury-Urteil zum Bilderbuch des US-Amerikaners John Hare.

Der Literaturpreis wird seit 1984 alle zwei Jahre von der Stadt Hameln für herausragende Märchen- und Sagenbücher, fantastische Erzählungen, moderne Kunstmärchen oder Erzählungen aus dem Mittelalter für Kinder und Jugendliche vergeben.

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