Wirtschaft

Erste Metall-Warnstreiks im Norden schon am Samstag

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie liegen die Positionen bundesweit noch weit auseinander. Nach Ende der Friedenspflicht am Wochenende gibt es erste Arbeitskampfaktionen - der Norden ist ganz früh dabei.

Von dpa
29. Oktober 2022
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„Warnstreik“ steht auf einem Transparent.

„Warnstreik“ steht auf einem Transparent.

Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild

Mit Ablauf der Friedenspflicht im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie starten am Samstag auch im Norden erste Warnstreiks der IG Metall. Die Gewerkschaft rief die Beschäftigten der Nachtschicht dreier Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein dazu auf, als Protest gegen das aus ihrer Sicht nicht ausreichende Arbeitgeberangebot die Arbeit niederzulegen. Nach diesen Aktionen will die IG Metall die Warnstreiks in der kommenden Woche ausdehnen, wie der Bezirk Küste der Gewerkschaft ankündigte. „Arbeitsniederlegungen sind in allen fünf norddeutschen Bundesländern geplant.“

Zunächst sind nach Angaben der Gewerkschaft am Samstag ab 00.01 Uhr Beschäftigte der Aluminiumhütte Speira in Hamburg, des Automobilzulieferers GKN Driveline in Kiel und des Pumpenbauers Flowserve SIHI in Itzehoe zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. „Die Beschäftigten erwarten Prozente statt Einmalzahlungen, und sie haben genug von Differenzierungen und Verzicht“, sagte Bezirksleiter Daniel Friedrich. „Gemeinsam werden wir unsere Forderung nach acht Prozent mehr Geld auf die Straße tragen.“

Parallel zu anderen Bezirken war am Donnerstag in Bremen in dritter Runde verhandelt worden. Im Bezirk Küste geht es um rund 130 000 Beschäftigte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und dem nordwestlichen Niedersachsen. Die vierte Runde wurde für den 10. November in Hamburg angesetzt.

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