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Die Filmstarts der Woche

Ulrich Seidl erzählt von einem trauriger Schlagersänger an der Adria, Aelrun Goette blickt zurück auf die Modewelt der DDR, und Martin Suter verrät alles, außer der Wahrheit.

Von dpa
3. Oktober 2022
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Michael Thomas als Richie Bravo lässt sich in „Rimini“ feiern.

Michael Thomas als Richie Bravo lässt sich in „Rimini“ feiern.

Foto: --/Neue Visionen Filmverleih/dpa

„Rimini“ über einen Winter an der Adria

Der Regisseur Ulrich Seidl dreht Filme, in denen manche Szenen so unangenehm sind, dass sie einen beim Zusehen bis an die Schmerzgrenze führen können. In „Rimini“ erzählt er nun von einem ziemlich abgehalfterten Schlagersänger. Richie Bravo (Michael Thomas) versucht, in den Wintermonaten an der italienischen Adria über die Runden zu kommen. Sein Geld verdient er mit Auftritten vor herangekarrten Touristen und mit Gigolosex. Zuletzt hatte es eine Kontroverse über Seidls Folgeprojekt „Sparta“ und die Dreharbeiten dafür mit Kindern in Rumänien gegeben.

Rimini, Österreich/Frankreich/Deutschland 2022, 116 Min., FSK ab 12 Jahren, von Ulrich Seidl, mit Michael Thomas und Hans-Michael Rehberg

Glitzer, Glamour, DDR - „In einem Land, das es nicht mehr gibt“

Berlin (dpa) - Die Regisseurin Aelrun Goette wirft mit ihrem neuen Film einen Blick auf die Modewelt der DDR - mit seinen schillernden Gestalten. Suzie (Marlene Burow) steht im Ostberlin 1989 kurz vor dem Abitur, als sie von der Schule fliegt und sich plötzlich alleine durchschlagen muss. Doch eines Morgens drückt ein junger Mann auf den Auslöser seiner Kamera. Das Foto von Suzie findet sich wenig später auf dem Cover der Modezeitschrift „Sibylle“ wieder - der „Vogue des Ostens“. Der Zufall öffnet ihr eine Tür zur Modewelt der DDR. Mit diesem Film erzählt die Regisseurin Aelrun Goette auch ihre eigene Geschichte.

In einem Land, das es nicht mehr gibt, Deutschland 2022, 101 Min., FSK ab 12 Jahren, von Aelrun Goette

Trailer

„Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit.“


Berlin (dpa) - Schon einige Bestseller des Schweizer Autoren Martin Suter haben es als Adaption auch auf die Kinoleinwand geschafft, aber jetzt geht es um Suter selbst. Jedoch sollte man nicht alles allzu ernst nehmen, was man während 90 Filmminuten über Suter erfährt, denn es wird immer wieder auch gespielt mit den Ebenen von Fiktion und Realität. Mehr als vier Jahre lang hat Regisseur André Schäfer den Schriftsteller, der einst als Werbetexter begann, begleitet. Suter selbst kommt zu Wort, aber auch Wegbegleiter des Autoren - zum Beispiel der Chansonier Stephan Eicher, der Schauspieler Heino Ferch oder auch der Autor Benjamin von Stuckrad-Barre.

Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit., Schweiz 2022, 90 Min., FSK ab 12 Jahren, von André Schäfer

Marlene Burow (l) als Suzie und Sabin Tambrea als Rudi in einer Szene des Films „In einem Land, das es nicht mehr gibt“.

Marlene Burow (l) als Suzie und Sabin Tambrea als Rudi in einer Szene des Films „In einem Land, das es nicht mehr gibt“.

Foto: Peter Hartwig/Ziegler Film/TOBIS/dpa

Martin Suter in einer Szene des Films „Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit“.

Martin Suter in einer Szene des Films „Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit“.

Foto: -/DCM/dpa

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