Wirtschaft

Arbeitslosigkeit im Nordwesten dürfte 2023 anwachsen

Experten der Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnen im kommenden Jahr mit einer wachsenden Zahl von Arbeitslosen in Niedersachsen und Bremen. Die Regionaldirektion der Behörde gab am Freitag entsprechende Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA bekannt. Demnach könnten im Vergleich zu diesem Jahr niedersachsenweit 2,5 Prozent mehr Menschen ohne Job registriert werden. Für Bremen liegt die Prognose bei plus 2,4 Prozent. Die erwarteten Werte sind wegen der komplexen Krisenlage und weiterer möglicher Folgen des Kriegs in der Ukraine aber noch mit größeren Unsicherheiten behaftet.

Von dpa
7. Oktober 2022
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Allerdings dürfte parallel auch die offiziell erfasste Gesamtbeschäftigung etwas steigen, betonte die BA. Für Niedersachsen werde die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen wohl um 0,8 Prozent zunehmen und in Bremen um 0,7 Prozent.

Die Situation ist derzeit uneinheitlich. Während insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen durch die Energiepreis-Inflation und Lieferkettenprobleme unter Druck bleiben, herrscht in vielen Branchen gleichzeitig ein Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Andernorts verdienen Betriebe noch relativ gut. BA-Regionalchef Johannes Pfeiffer sprach von einer „wachsenden Entkopplung zwischen Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsmarkt“.

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