X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Unterricht für die Sicherheit auf hoher See

Plötzlich über Bord. Hohe Wellen, womöglich Dunkelheit. Ein Horror für Seeleute. Mit dem Ziel, Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee zu errichten, werden aber auch Arbeiter, Monteure, Techniker zu Seefahrern. Sie können die Anlagen nur mit dem Schiff, alternativ vielleicht mit dem Hubschrauber erreichen. Für beide Wege trainiert das Unternehmen Falck Nutec in Bremerhaven die Offshore-Arbeiter.

bild vergrößern
Georg Wölk leitet als Manager das Maritime Trainingszentrum von Falck Nutec in Bremerhaven.

Es ist dunkel, das Wasser klatscht den Kursteilnehmern ins Gesicht. In ihren orangen Überlebensanzügen treiben sie im Wasser und suchen die aufgeblasene Rettungsinsel. Der erste kann sich darauf in Sicherheit bringen und hilft den anderen beim Einstieg. Schrille Flötentöne hallen über das Wasser und weisen den Weg zu weiteren Notleidenden. Zum Glück ist dieses Szenario nur die Abschlussübung des Überlebenstrainings auf offener See. Und sie findet im Trainingsbecken von Falck Nuteck im Handelshafen von Bremerhaven, unweit der Fischereihafen-Doppelschleuse statt.

Training in Bremerhaven

Seit Juli vergangenen Jahres betreibt das Unternehmen Falck Nutec das Maritime Trainingszentrum in Bremerhaven. Über den dänischen Mutterkonzern ist die deutsche Firma zertifiziert. „In diesem Jahr werden die Vorgaben für ein deutsches Zertifikat erstellt. Die internationalen Richtlinien werden dann mit nationalen Besonderheiten ergänzt“, erklärt Georg Wölk, Manager des Falck Nutec Trainingszentrums in Bremerhaven. Im ersten halben Jahr haben die sieben Mitarbeiter und 18 Dozenten bereits 70 Lehrgänge durchgeführt. „530 Kursteilnehmer durchliefen das Trainingszentrum“, fasst Georg Wölk zusammen. Vom Matrosen bis zum Kapitän werden alle Personen, die auf See arbeiten, bei Falck Nuteck geschult. Deutsche, Europäer und Unternehmen aus Übersee gehören zu den Kunden. Um ein optimales Training anbieten zu können, bestehen die Kurse aus mindestens sechs bis maximal zwölf Personen. In vier Unterrichtsräumen finden die Ausbildungen statt. In der angrenzenden Halle mit dem Schwimmbecken geht es dann zur praktischen Ausbildung.

Arbeiten in rauer See

Zu dem Training des fünftägigen Offshore-Kurses gehören die Brandbekämpfung, Erste Hilfe, Arbeiten unter Absturzgefahr, Seerettung und Hubschrauberunterwasseraustieg. Große Windoffshore-Anbieter haben die Vorgaben noch durch eigene Schutz- und Sicherheitskonzepte erweitert. Dabei gehören beispielsweise Unterkühlung, Bergetod oder Hängetrauma zur erweiterten Erste-Hilfe-Ausbildung. „Bremerhaven und Cuxhaven sind sehr große Standorte für die Wind-Offshore-Industrie“, bestätigt Georg Wölk. Daher ist der Standort für das Unternehmen ein großer Vorteil. „Und die Branche boomt“, erklärt er. Die Wind-Offshore-Firmen schicken ihre Mitarbeiter schließlich zu Falck Nutec, um sie für Notfälle vorzubereiten. Voraussetzungen für Mitarbeiter in der Branche setzen die Berufsgenossenschaften fest. Dazu gehört zum Beispiel eine G41-Untersuchung, die das Arbeiten in der Höhe beinhaltet, oder eine G26- Untersuchung für das Tragen von Atemschutzgeräten. Für Spezialisten gibt es weitere Tests. Dazu gehört für Taucher beispielsweise die G31.

Doch nicht nur für Arbeiter und Angestellte aus dem Offshore-Bereichs ist ein solches Training wichtig. Georg Wölk möchte künftig auch Wochenendkurse für Freizeit-Skipper oder Segler anbieten. Auch Lehrgänge in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur könnte er sich vorstellen, um Arbeitslosen eine Weiterqualifizierung anbieten zu können. (jfw)

www.falck.com/nutec_de

Artikel vom 06.02.12 - 15:47 Uhr
| drucken | versenden


Bad Bederkesa entdecken

Tauchen Sie ein in die neue Panorama-Erlebniswelt.

www.badbederkesa-entdecken.de

Moneyspecial

Fonds Service

Anzeige

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement