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Wasservorrat reicht nur für kurze Zeit


Rodenkirchen. Brennende Autos hat die Freiwillige Feuerwehr Rodenkirchen bereits gelöscht. Was aber ist, besonders im Hinblick auf die Ortsumgehungen, wenn einmal ein voll beladener Lastwagen in Flammen steht? Das Löschwasser im Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) würde sicherlich nicht ausreichen. Eine Lösung ist ein Fahrzeug der Feuerwehrtechnischen Einsatzzentrale in Brake mit einem Wassertank für 13 000 Liter. Von Uwe Stratmann


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Kreisschirrmeister Peter Cordes (Zweiter von rechts) erläuterte den Feuerwehrleuten aus Stadland die Funktionsweise des neuen Fahrzeugs der Feuerwehrtechnischen Zentrale. .

An den Ortsumgehungen bei Rodenkirchen gibt es keine Hydranten, die die Feuerwehr anzapfen könnte, um Fahrzeuge zu löschen. „Auch die Gräben bringen nichts“, weiß Ortsbrandmeister Jürgen Rohde aus Erfahrung. In Rodenkirchen führt das Hilfeleistungsfahrzeug 2000 Liter Löschwasser mit sich. Zusätzlich ist eine Druckluftschaumanlage integriert. Die Feuerwehren Schwei und Seefeld verfügen über Tanklöschfahrzeuge, die je 1800 Liter fassen.

„Bei Pkw-Bränden reicht das aus“, hebt Jürgen Rohde hervor, erinnert aber gleichzeitig daran, dass bei einem Löscheinsatz Anfang des Jahres das Wasser bereits knapp wurde, als ein Auto in Flammen stand, weil das Feuer bei starkem Ostwind immer wieder aufloderte. „Bei einem Lkw-Brand wären wir aber machtlos“, hebt der Ortsbrandmeister hervor.

Aus diesem Grund sind die Stadlander Feuerwehren jetzt dabei, einen Einsatzplan für Brände mit größeren Fahrzeugen wie Lastwagen oder auch Busse auszuarbeiten. Im Gewerbegebiet in Hiddingen wurde das jetzt geprobt.

Brennender Sattelschlepper

Angenommen wurde ein lichterloh brennender Sattelschlepper auf der Ortsumgehung. Die Feuerwehr Rodenkirchen wird alarmiert. Sie fordert gleichzeitig die Tanklöschfahrzeuge der Wehren aus Schwei und Seefeld und das neue Fahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Brake an, das in einer Kugel rund 13 000 Liter Wasser transportieren kann. Den Ernsteinsatz nimmt die Rodenkircher Wehr vor. Wenn dem Hilfeleistungsfahrzeug allmählich das Wasser ausgeht, können die inzwischen eingetroffenen Tanklöschfahrzeuge der Wehren aus Schwei und Seefeld die weitere Wasserversorgung sicherstellen. Die Zeit reicht, so die Einschätzung der Feuerwehrleute, bis zum Eintreffen des FTZ-Fahrzeugs, das nach Angaben von Kreisschirrmeister Peter Cordes allerdings nicht schnell fahren kann. „In Kurven müssen wir uns anständig verhalten, sonst liegt es auf der Seite“, informierte er.

Mit einem Schlauch stellten die Feuerwehrleute eine Verbindung zwischen dem Hilfeleistungsfahrzeug und dem AB Wasser her, wie das Fahrzeug der FTZ im Feuerwehrjargon bezeichnet wird. AB steht für Abrollbehälter. So steht für etwa 15 weitere Minuten jede Menge Löschwasser zur Verfügung. Die Tanklöschfahrzeuge Schwei und Seefeld richten unterdessen einen Pendelverkehr ein. Sie fahren zum nächst gelegenen Hydranten, um Wasser zu tanken, das sie anschließend in den großen Behälter pumpen.

Während der Übung dauerte es nur rund eine Minute, bis das Fassungsvermögen der Fahrzeuge von 1800 Liter in den Tank gepumpt waren. Andererseits wurden durch das Hilfeleistungsfahrzeug rund 2400 Liter pro Minute abgesogen. Irgendwann wird das Wasser also auch im Tank versiegen. „Das müsste aber ausreichen, um einen brennenden Sattelschlepper zu löschen“, was sich Peter Cordes sicher.

Die Erfahrungen, die die Feuerwehren bei dieser Übung gemacht haben, sollen jetzt noch einmal intensiv untereinander diskutiert werden. Danach wollen sie einen Einsatzplan entwickeln, „denn bei der großen Zahl an Lastwagen, die täglich die Ortsumgehung befahren, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, wann wir uns mit solch einem Unfall zu beschäftigen haben“, stellte Ortsbrandmeister Jürgen Rohde am Ende fest.

Artikel vom 28.07.10 - 06:00 Uhr
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