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Eine verschworene Gemeinschaft

Rodenkirchen. Auch aus anderen Landkreisen waren Autofahrer angereist, um am Slalom der Mini-Clique Wesermarsch teilzunehmen. Die sportliche Veranstaltung fand auf dem Parkplatz des Penny-Markts in Rodenkirchen statt und bewies, dass die kleinen Flitzer gut geeignet sind, einen eng gesteckten Slalom zu bewältigen.

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Stolz präsentierten die Gäste der Mini-Clique-Wesermarsch ihre kleinen Flitzer. Anschließend hielten sie ihren Mini-Slalom ab. Foto: rade

Mit den Minis der neuen Baureihe haben die eingefleischten Fans dieser kleinen Fahrzeuge nichts am Hut. Sie bevorzugen das Original, das in den Jahren von 1959 bis 2000 von den Fließbändern lief und von Sir Alec Issignosis für die British Motor Corporation in England entwickelt wurde.

Überall Clubs

Überall gibt es Mini-Clubs und Cliquen, die über das Internet regen Kontakt halten und sich regelmäßig treffen. Auch in Rodenkirchen fanden 1990 und 1996 große international besetzte Treffen auf dem Marktplatz statt. Im vergangenen Jahr startete die Mini-Clique Wesermarsch nach Birmingham zum Fest des 50-jährigen Geburtstags des Fahrzeugs. Ohnehin nehmen sie ständig weite Wege in Kauf, um sich mit ihren Freunden zu treffen. Mitglieder der Mini-Clique Wesermarsch, die im Jahr 1984 gegründet wurde, besuchten schon Treffen in Spanien, Polen und Finnland.

Zu den Gründungsmitgliedern der Clique gehört Thomas Kost aus Ovelgönne, der mit seinen Mitstreitern ein Mini-Slalom-Turnier auf dem Penny-Parkplatz in Rodenkirchen organisierte. Die Gruppe trifft sich alle vier Wochen in der Gaststätte von Gerfried Hülsmann in Rodenkirchen zu einer geselligen Klönrunde. Ihren Mini-Slalom veranstalten sie jedes Jahr am ersten Septemberwochenende und laden dazu alle ein, die einen kleinen Flitzer ihr eigen nennen und ihre alten Modelle hegen und pflegen.

Thomas Kost besitzt einen Innocenti, gefertigt 1974 vom Lizenzpartner British Leyland. „Die go-kart-ähnliche Handlichkeit und das spontane Temperament der Minis ist einfach einmalig und unverwechselbar“, betont er. Denn die Besonderheit der Konstruktion ist der Quereinbau des Frontmotors, der mit dem Getriebe eine Einheit bildet. Dadurch und aufgrund der kleinen Räder bringt es das Fahrzeug lediglich auf drei Meter Länge. Anstoß für die Entwicklung des kleinen und sparsamen Automobils war die Suezkrise von 1956 – die erste Energiekrise mit deutlich spürbaren Auswirkungen für die westliche Welt. Die ersten in Birmingham hergestellten Fahrzeuge kamen am 18. August 1959 auf den Markt.

Das Fahrzeug kann ausgezeichnet einen eng gesteckten Slalom bewältigen. Das stellten die Fahrer des Parcours eindrucksvoll unter Beweis. Zu den rund 20 Teilnehmern zählten auch Fahrer aus Oldenburg, Friesland und Bremen.

Marian Mierswa aus Oyten sicherte sich mit 83,19 Sekunden den ersten Platz, gefolgt von Frieder Bunjes aus Schwei mit 91,18 Sekunden und Kai Fleck aus Bremen mit 93,74 Sekunden.

Der Damen-Pokal ging am Ulrike Fleck aus Bremen, sie fuhr den Slalom in 104,81 Sekunden, während Thomas Kost aus Ovelgönne die meisten Pylonen aus dem Rennen warf, die Strecke in 96,42 Sekunden durchfuhr und sich den Titel des Pylonen-Königs holte. (rade)

Artikel vom 08.09.10 - 06:00 Uhr
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