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Mitarbeiter verlassen Kliniken

Varel. Bei einem technischen Defekt in der Galvanik des Premium-Aerotec-Werks Varel (Halle 22, Teilbereich Rissprüfung) sind am Montag gesundheitsgefährdende Dämpfe ausgetreten. Sie breiteten sich rasch aus. Die Halle und das umliegende Gelände waren umgehend evakuiert und von den sofort alarmierten Freiwilligen Feuerwehren aus Varel und Obenstrohe gesperrt worden.

Inzwischen ist die Produktion in der gesamten Halle 22 wieder freigegeben und angelaufen. Die volle Auslastung sei gestern Nachmittag gegen 14 Uhr wieder erreicht worden, berichtete das Unternehmen.

Bei dem Vorfall hatte es keine Verletzten gegeben. Auch hatten Messungen in und an der Halle keinerlei Überschreitungen von Grenzwerten ergeben.

Dennoch hatte sich die Werksleitung entschieden, 65 Mitarbeiter von Premium Aerotec, die sich in dem Bereich aufgehalten hatten, vorsorglich für 24 Stunden zur Beobachtung in sechs umliegende Krankenhäuser zu bringen. Alle Mitarbeiter wurden gestern Mittag aus den Krankenhäusern abgeholt und zurück ins Werk gebracht.

Gleich nach dem Auftreten des Defekts begann die Suche nach der Ursache. Gemeinsam mit den Einsatzkräften fanden die Fachleute sie schließelich im Teilbereich Rissprüfung. Deshalb wurde ein dortiges Galvanikbad abgepumpt und untersucht.

Noch am Montagabend stand dann fest, dass eine Vakuumpumpe an einem Tauchbad der Rissprüfanlage heiß gelaufen war. Dabei verdampfendes Öl hatte offenbar den strengen Geruch verursacht. Nach Beseitigung des Fehlers wurde die Halle gelüftet und anschließend wieder zur Benutzung freigegeben. (kzw)

Artikel vom 20.06.12 - 12:00 Uhr
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