Kutschen unter dem Hammer
Ovelgönne. Auktionator Christian Bookmeyer schaut in die Runde und fragt dann, wer sein erstes Gebot abgeben möchte. „Ein schöner gelber Klappholzstuhl...zum Ersten, zum Zweiten...und verkauft.” So begann gestern die große Auktion auf dem 380. Ovelgönner Pferdemarkt. Von Kerstin Seeland

Auktionator Christian Bookmeyer brachte Antiquitäten unter den Hammer – darunter ein altes Grammofon.
Traditionsgemäß hatten sich zahlreiche Interessierte vor dem Wagen des Auktionators versammelt und warteten darauf, ein gutes Schnäppchen zu machen. Und wieder hatte Christian Bookmeyer ein buntes Sammelsurium aus 110 Versteigerungsobjekten zusammengetragen, die auf einen neuen Eigentümer warteten. Ein Tisch aus dem Jahr 1723, ein altes Grammofon und selbst Kutschen kamen an diesem sonnigen Spätsommertag unter den Hammer.
Gleichzeitig flanierten mehrere Hundert Besucher über den Tierschauhamm, auf dem die Verkäufer viele Pferde und Ponys präsentierten. Das fachkundige Publikum schaute den Vierbeinern ins Maul und begutachtete die Flanken, bevor in die Verhandlungen eingestiegen wurde. Auf dem Pferdemarkt herrscht immer noch die alte Tradition, dass die Tiere per Handschlag verkauft werden. Auch wenn dies heute nicht mehr sehr oft zu sehen ist, kommt es noch vor.
Nicht nur Pferde im Angebot
Die meisten Besucher jedoch streichelten lieber die Vierbeiner und bewunderten die Vielfältigkeit der ausgestellten Tieren. Doch nicht nur Pferde, auch Esel, Hühner, Gänse und Vögel waren unter den angebotenen Tieren. Zum Rahmenprogramm des Pferdemarktes gehörten auch Stände mit Zubehör. Selbst Socken und Bürsten konnten die Besucher an den Marktständen erwerben. Auf der Bahnhofstraße waren ebenfalls Angebote aufgebaut, und es herrschte ein buntes Treiben. Bei bestem Wetter und mit einem hohem Besucheraufkommen ging der dritte Tag des Ovelgönner Pferdemarktes zu Ende.