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Kreativ mit Profis arbeiten


Oldenburg. „Von Künstlern lernen – mit Künstlern arbeiten“ heißt die Devise in der Werkschule Oldenburg. Beate Anneken, künstlerische Leiterin der Werkschule, stellte jetzt das neue Programm vor. Von Katrin Zempel-Bley


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Die Keramikkurse der Werkschule erfordern keine Vorkenntnisse.

Ob künstlerische Fotografie, Bildhauerei oder Keramik, Zeichnen oder Malerei – wer kreativ arbeiten möchte, wird in der Werkschule von bildenden Künstlern, die durch eigene professionelle Praxis als Experten ausgewiesen sind, bei allen Schritten in Theorie und Praxis begleitet.

Seit mehr als 25 Jahren verbindet die Werkschule Kreativkurse, Künstlerprojekte sowie Kunst und soziale Praxis zu einem unverwechselbaren Gesamtkonzept. Kunst und Leben, Theorie und künstlerische Technik, Arbeit mit Künstlern und Förderung von Künstlern – mit ihrem fachlichen und gesellschaftsbezogenen Anspruch ist die Werkschule einzigartig.

Keine Altersschranken

„Kunstvermittlung soll nicht an soziale oder Altersschranken stoßen“, findet Beate Anneken. So ist es der Werkschule gelungen, Menschen zwischen 18 und 90 Jahre unter einem Dach zu vereinen. Die Werkschule ist zudem Partnerin für andere kulturelle Einrichtungen und engagiert sich auch für städtische Kulturbelange. Rund 220 Veranstaltungen stehen jährlich auf dem Programm – von Workshops und Seminaren bis zu Vorträgen und der Großveranstaltung Internationale Keramiktage Oldenburg, die vom 5. bis 8. August stattfinden.

Individuelle Wege von der Skizze zum eigenen Objekt eröffnen sich in den Kursen zur Bildhauerei mit unterschiedlichsten Materialien. Figürliche Themen wie Aktmodellieren, Porträt oder Gewandstudien erlauben dabei die Erfahrung mit der Abstraktion ebenso wie Themen, in denen beispielsweise die Skulptur in Holz im Mittelpunkt steht.

In den Keramikkursen lassen sich auch ohne keramische Vorkenntnisse große und kleine Formen individuell verwirklichen. Neben einem umfangreichen Programm zum Drehen von Gefäßen und Objekten auf der Töpferscheibe vermittelt ein vielschichtiges Angebot keramischer Aufbautechniken eine breite Palette an gestalterischen Möglichkeiten in Form, Oberfläche und Dekor.

Auch der Bereich Fotografie als zeitgenössisches Medium der Bildenden Kunst mit dem Schwerpunkt der digitalen Fotografie bietet sowohl Anfängern wie ambitionierten Hobbyfotografen einen umfassenden Einblick in die Fragestellungen fotografischer Auseinandersetzung mit Bilderwelten.

Um Bilderwelten geht es ebenso in den Malerei- und Zeichenkursen, die nicht nur Einblicke in die Praxis großer Meister gewähren, sondern zudem die Annäherung an künstlerische Positionen der Gegenwart erlauben.

Speziell an junge Menschen, die ein Studium an der Kunstakademie oder Fachhochschule anstreben, wenden sich die „Mappenkurse“, die eine Hilfestellung zur Entwicklung der eigenen künstlerischen Praxis bieten. Die Kunstkurse der Werkschule sind Anlaufstelle für Erwachsene, die sich mit Kunst vertraut machen wollen. Werkstätten mit einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern sind der Aktionsraum für die kreative Gruppenarbeit.

Individuelle Zugänge

Mit kleinen Gruppen von sechs bis maximal zehn Personen, professionellen Standards in der Ausstattung der Werkstätten, einer Kombination von Grundlagenkursen, speziellen Techniken und Themen, fortlaufenden Kursen und der „Offenen Werkstatt“ will es allen Interessierten einen individuellen Zugang zur künstlerischen Arbeit ermöglichen.

Kompaktwochen mit thematischen Schwerpunkten, Workshops, Beiträge zu aktuellen Anlässen, Exkursionen, Vorträge, Ausstellungen und nicht zuletzt das Sommeratelier ergänzen das Programm.

Kursusprogramm

Das neue Kursusprogramm der Werkschule startet am Montag, 9. August. Es kann unter 04 41/38 29 30 kostenlos angefordert werden und ist im Internet zu finden.

www.werkschule.de

Artikel vom 31.07.10 - 06:00 Uhr
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