X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Energie und Rohstoffe sind Risikofaktoren

Oldenburg. Die Unternehmen im Oldenburger Land sehen sich bei der Energie- und Rohstoffversorgung großen Herausforderungen gegenüber. Viele Betriebe haben aber bereits Maßnahmen ergriffen, um Engpässen vorzubeugen. Dies geht aus einer aktuellen, bundesweiten Befragung der IHK-Organisation zum IHK-Jahresthema „Energie und Rohstoffe für morgen“ hervor.

An der Befragung hatten sich 1520 Unternehmen beteiligt. 33 dieser Unternehmen haben ihren Sitz im Bezirk der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK).

Top-Risiken aus Sicht der regionalen Unternehmen sind steigende Preise für Energie und Rohstoffe. Vier Fünftel der befragten Betriebe fürchten, davon künftig betroffen zu sein. Rund 60 Prozent glauben, dass ihnen schwankende Preise in Zukunft stärker zu schaffen machen. Nahezu ebenso viele befürchten zudem Stromausfälle. Sie könnten Produktionsprozesse lahmlegen oder sogar Anlagen zerstören. Jedes zweite Unternehmen zweifelt außerdem daran, dass in Zukunft noch ein ungehinderter Zugang zu allen benötigten Rohstoffen möglich ist und ausreichende Mengen zur Verfügung stehen.

Während sich die Einschätzungen der regionalen Unternehmen zu den wesentlichen Risikofaktoren weitgehend mit den bundesweiten Ergebnissen decken, die Firmen bei vielen vorbeugenden Maßnahmen bereits einen Schritt voraus. So haben 81 Prozent der befragten hiesigen Unternehmen bereits Maßnahmen eingeleitet oder konkret geplant, um die Energieeffizienz zu steigern. Bundesweit trifft dies auf drei Viertel der Unternehmen zu. Über ein Drittel der oldenburgischen Betriebe plant etwa den Aufbau eigener Erzeugungskapazitäten oder hat dies bereits umgesetzt, um die eigene Energieversorgung abzusichern (bundesweit: 29 Prozent). 56 Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk setzen zudem auf langfristige Lieferverträge für Rohstoffe, um Preissteigerungen und -schwankungen vorzubeugen. Deutschlandweit liegt der Anteil bei 47 Prozent.

Die IHK-Organisation fordert auch politische Unterstützung, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unter schwierigeren Rahmenbedingungen zu sichern. So sollten nach Ansicht der Kammer staatliche Abgaben auf den Strompreis reduziert und der grenzüberschreitende Stromhandel in der EU ausgebaut werden, um die Energieversorgung in Deutschland auch in Zukunft sicher, stabil und bezahlbar zu halten. Bundesregierung und EU sollten sich, so die IHK-Forderung, zudem mit Nachdruck für einen freien Zugang zu Rohstoffen einsetzen. (kzw)www.dihk.de

Veranstaltungsreihe

Die Oldenburgische IHK hat eine Veranstaltungsreihe zum Jahresthema „Energie und Rohstoffe für morgen“ aufgelegt, um Unternehmen direkte Hilfestellung und Tipps zu geben. Eine Veranstaltungsübersicht findet sich im Internet.

www.ihk-oldenburg.de.

Artikel vom 27.01.12 - 12:00 Uhr
| drucken | versenden