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Ein Schiffsbauch voller Energiethemen


Oldenburg. Viel Betrieb herrschte gestern auf der MS „Jenny“, die im Oldenburger Hafen hinter der Arbeitsagentur am Stau festgemacht hat. Kinder, Jugendliche und Erwachsene informierten sich in der interaktiven Ausstellung über Energiethemen. Von Katrin Zempel-Bley


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Die 105 Meter lange MS „Jenny“ hat im Oldenburger Hafen festgemacht und wirbt mit einer riesigen Weltkugel.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte 105 Meter lange Ausstellungsschiff liegt noch bis zum morgigen Mittwoch im Oldenburger Hafen und kann täglich zwischen 10 und 19 Uhr kostenlos besucht werden. Im Bauch des umgebauten Frachtschiffes befinden sich rund 35 Exponate aus wissenschaftlichen Instituten, die neben technischen Verfahren der Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung auch gesellschaftliche, politische und ökonomische Aspekte beleuchten. Neben Exponaten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und von DFG-geförderten Projekten ist auch des Oldenburger Institut For-Wind mit dem Thema Windenergie vertreten.

Dass die Besucher bei zahlreichen Exponaten selbst Hand anlegen können, kommt sehr gut an. Vor allem Kinder und Jugendliche probierten die Angebote aus, drückten Knöpfe, drehten Kurbeln und blickten durch Mikroskope, um Plankton aus der Ostsee zu entdecken. Andere brachten Dioden zum Leuchten, starteten Motoren und beobachteten, wie aus Biomasse Strom wird. Hörstationen, Experimentiertische und interaktive Ausstellungsstücke informieren unter anderem über erneuerbare Energie, Biomasse, Kernfusion und -spaltung, fossile Brennstoffe, effiziente Energienutzung und neue Wege der Energiegewinnung.

Studenten geben Auskunft

„Durchschnittlich 600 bis 700 Menschen besuchen das Schiff täglich“, berichtet Dorothee Menhart. Studenten technischer und naturwissenschaftlicher Fächer stehen in der Ausstellung für Fragen zur Verfügung. „Für Kinder und Jugendliche sind alternative Energien schon Normalität“, beobachtet Mandy Freund. Die angehende Meteorologin begleitet das Wissenschaftsschiff und erlebt ein sehr großes Interesse am Thema Energie.

„Die meisten Besucher wollen Informationen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Sie wollen einfach wissen, wie bestimmte Dinge funktionieren. Es gibt auch Leute, die über ihre eigenen vier Wände nachdenken und ökologischer wirtschaften möchten. Sie kommen mit sehr konkreten Fragen zu uns“, erzählt sie. Manchmal erlebe sie auch Wissenschaftler, die noch nicht alles wüssten.

www.ausstellungsschiff.de.

Artikel vom 27.07.10 - 06:00 Uhr
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