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Zuschuss für Kinderservicebüros


Wesermarsch. Einen Zuschuss von rund 23 000 Euro will der Landkreis Wesermarsch in den Jahren 2011 und 2012 an das Familien- und Kinderservicebüro in Nordenham zahlen. Auch die acht weiteren Büros in den Wesermarsch-Gemeinden bekommen Geld vom Kreis. Finanziert werden sollen so aber nur Pflichtaufgaben, die der Landkreis ansonsten selbst übernehmen müsste. Von Ellen Reim


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Eine gute Tagesmutter zu finden, ist für Eltern wichtig. Dabei hilft das Familien- und Kinderservicebüro auch in Nordenham. Für diese Aufgabe soll es auch in Zukunft Geld vom Landkreis Wesermarsch geben. Foto: dpa

Die Familien- und Kinderservicebüros, die seit 2007 in Niedersachsen entstanden sind, bekommen noch bis zum Jahresende Geld aus dem Landestopf „Familien mit Zukunft“. Das Förderprogramm hat den flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung vor allem für die Kleinen unter drei Jahren zum Ziel. 50 Prozent der Kosten der Familien- und Kinderservicebüros sind so getragen worden. Den Rest übernahm der Landkreis.

Der Wegfall der Landesförderung hätte für die Büros, die je nach Gemeinde in unterschiedlicher Trägerschaft sind, das Aus bedeuten können. Um das Angebot in der Kindertagespflege für die Qualifizierung, Vermittlung und Beratung von Tagesmüttern zu sichern, will der Landkreis nun den Wegfall der Landesförderung teilweise kompensieren.

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Kreistages befassten sich gestern damit, wie es für die Büros weitergehen soll. 160 000 Euro pro Jahr für die kommenden beiden Jahre möchte der Landkreis Wesermarsch für die Familien- und Kinderservicebüros zur Verfügung stellen. Das Geld müssen sich die neun Büros in den neun Städten und Gemeinden teilen.

Dabei soll es einen pauschalierten Zuschuss geben. Die Kreisverwaltung hat ihn anhand des bisher angefallenen Personalaufwandes, der Personalkosten und anderer Faktoren errechnet. Gezahlt werden soll an jede Einrichtung eine Pauschale. Nordenham, Jade, Lemwerder und Ovelgönne sollen gut 23 000 Euro bekommen, Brake, Butjadingen, Stadland, Elsfleth und Berne jeweils knapp 14 000 Euro.

Aufgaben genau umrissen

Das Geld von Kreis ist für genau umrissene Aufgaben bestimmt: Die Familien- und Kinderservicebüros sollen Anlauf- und Beratungssstellen für Familien und Koordinatoren von Tagespflege sein. Dabei sollen sie einerseits Tageseltern vermitteln, qualifizieren und begleiten, andererseits Familien in Sachen Tagespflege mit Rat und Tat zu Seite stehen.

„Mit unserem Zuschuss decken wir nur Pflichtaufgaben ab, die wir ohnehin übernehmen müssten“, betonte dazu der Erste Kreisrat Hans Kemmeries. Wenn die Träger – in Nordenham ist das der Kinderschutzbund – mehr leisten wollten, so müssten sie dies anderweitig finanzieren. Angebote wie die Hausaufgabenbetreuung in Nordenham werden nicht unterstützt.

Die Mitglieder des Ausschusses waren zufrieden, dass es mit den Büros weitergehen soll. Sie stimmten einstimmig zu. Endgültig entscheidet der Kreistag am 4. Oktober.

Artikel vom 09.09.10 - 06:00 Uhr
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