X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Untersuchung zeigt: Keine Gefahr durch Legionellen

Nordenham. Die Stadtverwaltung hat in 23 städtischen Liegenschaften das Trinkwasser auf Legionellen untersuchen lassen. An vier Stellen fanden sich geringe Belastungen mit dem Erreger. Gefahr droht nach Auskunft von Peter Kania, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, nirgendwo.

Im vergangenen Sommer hatten Legionellen im Duschwasser der Abbehauser Sportanlage für Aufregung gesorgt. Nun prüfte die Stadt zum Jahresende 2011 in Bädern, Kindergärten und Personalduschen, ob die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt werden. Die Ergebnisse bezeichnet Peter Kania als „überhaupt nicht dramatisch“.

Beim Störtebekerbad fand sich eine Legionellenbelastung an einer Wasserzapfstelle, zu der die Nutzer des Schwimmbades keinen Zugang haben. Im Hallenbad Nord enthielt bei einem Waschbecken das Wasser die Bakterien. Minimale Belastungen wurden bei den Kindergärten am Plaatweg und in Friedrich-August-Hütte festgestellt.

Gefährlich würde es erst bei Werten ab 10 000 Legionellen pro Milliliter, meint Peter Kania. Die Zahlen in Nordenham lagen dagegen zwischen 200 und 500. Festgestellt wurde, dass die Wasserversorgung bei einigen der städtischen Liegenschaften nicht auf dem neuesten Stand der Technik ist. Hier soll nachgebessert werden.

Das Gesundheitsamt, dem die Ergebnisse aus Nordenham gemeldet wurden, hat verlangt, dass nun eine Prioritätenliste aufgestellt wird, ob und wann an den einzelnen Wasserleitungen modernisiert werden muss. Auch eine Gefährdungsanalyse möchte das Amt sehen.

Dies können nur Fachleute leisten. Der Bauausschuss des Stadtrates stimmte in seiner Sitzung am Mittwoch dem Verwaltungsvorschlag zu, für die Aufstellung der Prioritätenliste und die Gefährdungsanalyse das Angebot eines Fachplaners einzuholen. Nach Auskunft von Peter Kania kann die Liste, wenn sie denn steht, langsam abgearbeitet werden, weil keine akute Gefährdung bestehe. „Das ist ein Plan für die nächsten zehn bis 20 Jahre.“ (er)

Artikel vom 03.02.12 - 12:00 Uhr
| drucken | versenden