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Solarpark sorgt für Unmut


Abbehausen. Der geplante Solarpark zwischen Atens und Ellwürden sorgt für Unmut bei den Mitgliedern des Ellwürder Bürgervereins. Das Thema prägte daher auch die Frühjahrsversammlung in der Bahnhofsgaststätte Abbehausen. Der Vorsitzende des Bürgervereins, Norbert Hartfil, der sich mit der bayrischen Firma Sun Garant in Verbindung gesetzt hat, brachte die Mitglieder auf den letzten Stand. Von Sigrid Bredendiek


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Horst Wreden , Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes, erläuterte den Versammlungsteilnehmern die Solarpark-Planung. Foto diek

Norbert Hartfil wies die Mitglieder darauf hin, dass der Pachtvertrag zwischen den Grundstückseigentümern des 15 Hektar großen Areals an der Bundesstraße 212 und der Firma Sun Garant bereits unterschrieben sei. Sun Garant wolle die Anlage bauen, aber nicht betreiben. Man habe von dem Vorhaben zwar lange gewusst, sagte der Bürgervereinsvorsitzende. Es sei aber beachtlich, wie schnell es jetzt konkret werde.

CDU-Stadtratsmitglied Horst Wreden stellte das Projekt vor. Auf Zuspruch stößt der Solarpark beim Bürgerverein verständlicherweise nicht. Man fürchtet die massiven landschaftlichen Veränderungen durch die spiegelnden Solarmodule, die bis zu fünf Meter in die Höhe ragen und von einem Zaun begrenzt werden sollen. Außerdem wird das Land, auf dem das traditionelle Osterfeuer stattfindet, mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Eine Ausweichfläche ist nicht in Sicht.

„Wir müssen das Osterfeuer und den Solarpark allerdings auseinander halten“, warnte Vorstandsmitglied Heinrich Schröder. Wenn man sich mit der Erbengemeinschaft der Frisia-Ziegelei, die das Grundstück für das Osterfeuer bisher immer zur Verfügung gestellt hatte, anlege, helfe das dem Bürgerverein auf keinen Fall weiter.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Wedemeyer erklärte, dass das Genehmigungsverfahren noch abzuwarten sei. Am 2. Mai werde darüber im Bauausschuss, einen Tag darauf im Stadtrat diskutiert. Er gab aber zu bedenken, dass nur 9 von 37 Ratsmitgliedern das Doppeldorf Abbehausen/Ellwürden vertreten. Die beiden anderen Flächen südlich des Großensieler Hafens oder in Friedrich-August-Hütte, die für dieses Projekt einmal in Erwägung gezogen wurden, kämen nicht mehr in Frage. Die hohe Einspeisevergütung für Solarstrom gebe es künftig nur noch durch die Nutzung der ehemaligen Mülldeponie auf dem früheren Ziegelei-Gelände, einer sogenannten Konversionsfläche.

„Bürger sollten sich wehren“

Viele Teilnehmer der Versammlung hielten sich zurück. Der Vorschlag, erst die Stadtratsitzung abzuwarten, stieß scheinbar auf Verständnis. Nicht allerdings bei Hans-Wilhelm Biermann. „Wir müssen jetzt agieren und nicht, wenn bereits alles gegessen ist“, forderte der Pastor seine Vereinsfreunde auf. „Die Bürger sollten sich wehren und auch für dieses Thema sensibilisiert werden.“

„Als Bürgerverein sollten wir uns allerdings noch zurückhalten“, regte auch Norbert Hartfil an. Es werde aber sicher nicht die letzte Bürgervereinsversammlung gewesen sein, die sich mit dem Solarpark auseinandersetzt.


Artikel vom 23.04.12 - 12:00 Uhr
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