X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Rhenus schielt nach Osten

Nordenham/Bremerhaven. Vom Hafengelände der Rhenus Midgard aus kann man schräg hinüberschauen auf den Bereich am gegenüberliegenden Weserufer, an dem ein Offshorehafen entstehen soll. Rhenus möchte diesen Hafen betreiben. Rhenus ist einer von zwei verbliebenen Bewerbern. Beide haben Partner mit ins Boot geholt. Sollte Rhenus den Zuschlag erhalten, würde der Offshorehafen zu der Gruppe der Rhenus-Midgard-Seehäfen gehören, die ihren Sitz in Nordenham hat.

bild vergrößern
Dem Bremerhavener Fischereihafen (Bildmitte) vorgelagert soll der Offshorehafen entstehen, über den Segmente für Offshore-Windkraftanlagen verschifft werden. Zwei Unternehmen sind noch als Bewerber um den Betrieb des Hafens im Rennen. Eines davon ist Rhenus, dessen Seehafengruppe Rhenus Midgard in Nordenham ihren Sitz hat. Luftfoto Scheer

Die beiden Konsortien haben in dieser Woche ihre Angebote für Bau und Betrieb des 200 Millionen Euro teuren Offshore-Terminals bei der Hafengesellschaft Bremenports eingereicht. Konkurrent von Rhenus ist das Logistikunternehmen BLG, das den Schwerlasthafen gemeinsam mit dem Baukonzern Hochtief bauen und betreiben will. Rhenus tritt dem Vernehmen nach in Zusammenarbeit mit der Strabag an.

Den Partner wollte Rhenus-Midgard-Chef Michael Appelhans zwar nicht bestätigen, sagte jedoch, dass „ein sehr leistungsfähiges Konsortium zusammengekommen ist“. Die Bewerbung sei fristgerecht eingereicht worden. Das bestätigte auch Sprecher Hartmut Schwerdtfeger für die BLG. Das Bauunternehmen Bunte verzichtete hingegen nach Angaben eines Sprechers auf ein Angebot. Weitere Angaben wollte er jedoch nicht machen. Bunte hatte mit dem Braker Hafenbetreiber J. Müller und dem Hamburger Logistiker Buss ein Konsortium gebildet.

J. Müller aus dem Rennen

Im Gespräch waren zuletzt offenbar bis zu fünf Bewerber. Vereinzelte Investoren aus dem Ausland hatten dem Vernehmen nach angefragt, dann aber doch von dem Hafenprojekt an der Unterweser Abstand genommen.

Mit einer endgültigen Entscheidung ist wohl erst im kommenden Jahr zu rechnen. Frühestens Ende 2014 soll der neue Schwerlasthafen fertig sein. Der Spezialhafen für die Windkraft-Unternehmen, der bislang ausschließlich mit privatem Geld finanziert werden soll, hat nun doch gute Chancen auf eine Finanzspritze des Bundes.

Treffen mit der Kanzlerin

„Es gibt eine Erklärung der Ministerpräsidenten“, hatte Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) gesagt. Die Einigkeit war nicht einfach herzustellen. Aber mit ihr steigen die Chancen gewaltig, die Zustimmung auch der Bundesregierung zu bekommen. Bereits am 14. Juni besteht dazu die Möglichkeit. Dann treffen erneut die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin zusammen.

In dem Offshore-Hafen sollen Segmente für Offshore-Windräder verladen werden. Bevor der neue Hafen vor der Luneplate realisiert wird, soll in Blexen eine Offshore-Schwerlastplattform gebaut werden. Dort wird die Firma Steelwind, ein Tochterunternehmen der Dillinger Hütte, die Ständer für Offshore-Windkraftanlagen verschiffen, die bald auf dem ehemaligen GHH-Gelände gefertigt werden. Im Juli wird Steelwind mit dem Bau der Fabrik beginnen. Ende 2013 soll die Produktion anlaufen. (vda/hei)

Rhenus-Seehäfen

Nordenham ist der Sitz der Seehafengruppe der Rhenus Midgard, die eine Tochtergesellschaft des weltweit tätigen Logistikunternehmens Rhenus ist. Zur Seehafengruppe der Rhenus Midgard gehören Häfen in Nordenham, Wilhelmshaven, Bremen, Cuxhaven, Hamburg und Rotterdam.

Artikel vom 09.06.12 - 12:00 Uhr
| drucken | versenden


Anzeige
ButjadingenNordenhamStadlandBrakeElsfleth

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement

Prämienshop

Werben Sie einen neuen Abonnenten und Sie bekommen eine attraktive Prämie.

zum Prämienshop

Moneyspecial