
Die beiden Konsortien haben in dieser Woche ihre Angebote für Bau und Betrieb des 200 Millionen Euro teuren Offshore-Terminals bei der Hafengesellschaft Bremenports eingereicht. Konkurrent von Rhenus ist das Logistikunternehmen BLG, das den Schwerlasthafen gemeinsam mit dem Baukonzern Hochtief bauen und betreiben will. Rhenus tritt dem Vernehmen nach in Zusammenarbeit mit der Strabag an.
Den Partner wollte Rhenus-Midgard-Chef Michael Appelhans zwar nicht bestätigen, sagte jedoch, dass „ein sehr leistungsfähiges Konsortium zusammengekommen ist“. Die Bewerbung sei fristgerecht eingereicht worden. Das bestätigte auch Sprecher Hartmut Schwerdtfeger für die BLG. Das Bauunternehmen Bunte verzichtete hingegen nach Angaben eines Sprechers auf ein Angebot. Weitere Angaben wollte er jedoch nicht machen. Bunte hatte mit dem Braker Hafenbetreiber J. Müller und dem Hamburger Logistiker Buss ein Konsortium gebildet.
Mit einer endgültigen Entscheidung ist wohl erst im kommenden Jahr zu rechnen. Frühestens Ende 2014 soll der neue Schwerlasthafen fertig sein. Der Spezialhafen für die Windkraft-Unternehmen, der bislang ausschließlich mit privatem Geld finanziert werden soll, hat nun doch gute Chancen auf eine Finanzspritze des Bundes.
In dem Offshore-Hafen sollen Segmente für Offshore-Windräder verladen werden. Bevor der neue Hafen vor der Luneplate realisiert wird, soll in Blexen eine Offshore-Schwerlastplattform gebaut werden. Dort wird die Firma Steelwind, ein Tochterunternehmen der Dillinger Hütte, die Ständer für Offshore-Windkraftanlagen verschiffen, die bald auf dem ehemaligen GHH-Gelände gefertigt werden. Im Juli wird Steelwind mit dem Bau der Fabrik beginnen. Ende 2013 soll die Produktion anlaufen. (vda/hei)
