
Der Antrag kam von den Grünen. Die SPD unterstützte ihn. Die Zustände auf Mittelweg und Walther-Rathenau-Straße seien unhaltbar, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Brunßen.
Das Thema schwelt seit Jahren. Eine Lösung gibt es bislang indes nicht. Deshalb sorgte der Vertreter der Bauverwaltung mit seinem Hinweis, dass er zu dem Thema zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel sagen könne, bei manchen Ausschussmitgliedern für Verärgerung.
Die Stadt will auf allen Hauptstraßen das Verkehrsaufkommen zählen lassen. Zu diesem Zweck hat die Stadt ein Zählgerät bestellt, das im Spätsommer erwartet wird. Wenn diese Daten vorlägen, könnten weitere Überlegungen angestellt werden, meinte die Bauverwaltung.
Edwin Krüger, Fraktionsvorsitzender der Grünen, machte deutlich, dass man keine neuen Zahlen brauche, um festzustellen, dass die Verkehrsbelastung insbesondere auf dem Mittelweg und der Walther-Rathenau-Straße sehr hoch sei und dass dort viele Lkws unterwegs seien, die da nicht hingehören. Edwin Krüger wies darauf hin, dass der hohe Lkw-Verkehr auch für Straßenschäden verantwortlich sei. Die Sanierungskosten bleiben an der öffentlichen Hand hängen. Ein Lkw richte so viel Schaden an wie 40 000 bis 50 000 Pkw, sagte Edwin Krüger.
Bürgermeister Hans Francksen wies darauf hin, dass die Stadt immer noch den Bau einer Industriestraße auf der Trasse des Sandinger Weges in Planung habe. Die würde sehr zur Entlastung der Situation beitragen. Bevor die Straße gebaut wird, will die Stadt allerdings die Entscheidung von Xstrata über die Erweiterung der Zinkhütte abwarten.
Der Bauausschuss nahm den Antrag schließlich einstimmig an. Die Stadtverwaltung hat bis zum kommenden Jahr Zeit, das Konzept vorzulegen. (hei)
