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Outrigger-Kanu fährt allen davon


Nordenham. Wie eine Maschine mit zwölf Armen nähert sich das Ourtrigger-Kanu aus Bremerhaven. Körper, Paddel und Boot sind verschmolzen zu einem schnellen Rhythmus, der das Kanu übers Wasser treibt. Bei Golzwarden haben die Kanuten den Vierer des Nordenhamer Ruderclubs eingeholt. Von da ziehen sie ungestört davon und bleiben bis zum Ziel in Lesum an der Spitze. Nach 3 Stunden und 17 Minuten haben sie das Ziel der Tidenrallye erreicht. Von Christoph Heilscher


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Der Vorsitzende des Landeskanuverbandes Bremen, Norbert Köhler, der Vorsitzende des Wassersportvereines Nordenham, Karl-Heinz Osterwohldt, Nordenhams Bürgermeister Hans Francksen und der Vizepräsident des Deutschen Kanuverbandes, Hermann Thibis (von links) gaben gemeinsam den Startschuss – per Tröte.

Die Wassersportler vom Kanu-Verein Unterweser in Bremerhaven fuhren gegen anhaltenden Südwind und bei zum Teil sehr kabbeligen Wasser eine beachtliche Zeit. Sie wurden Sieger einer Rallye, bei der es offiziell keine Sieger gibt. „Erfolgreich ist, wer die Strecke innerhalb einer Tide schafft“, sagt Norbert Köhler, Präsident des Landeskanuverbandes Bremen, der die Regatta veranstaltet. Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, konnte die Tour in Rönnebeck, gegenüber von Berne, nach 33 Kilometern beenden.

Auch die Rekordteilnehmer haben das Goldziel in Lesum erreicht. Werner Born (72) und Brigitte Born (76) sind alle 26 Tidenrallyes mitgefahren – und freuen sich bereits auf die 27. Rallye in zwei Jahren.

Bei einer Fahrt auf der Unterweser gibt es stets gute Gründe, sich Zeit für die Umgebung zu nehmen und die Blicke nicht nur aufs nächste Boot zu heften. Die Unterweser ist eines der abwechslungsreichsten Wassersportreviere, das Deutschland zu bieten hat. Einsame Sandstrände, Auwälder, Schilfmeere, Ozeanriesen und hin und wider mal ein Seehundkopf, der aus dem Wasser, schaut. Diese Eindrücke folgen innerhalb kürzester Zeit aufeinander oder überlagern sich sogar.

Großes Kanutentreffen

Auch deshalb kommen alle zwei Jahre wieder so viele Wassersportler nach Nordenham, um von hier aus zur Tidenrallye aufzubrechen. 320 waren es am Wochenende, darunter auch Kanuten von Wassersportverein Nordenham und Ruderer vom Nordenhamer Ruderclub. Mit dieser Teilnehmerzahl gehört die Tidenrallye zu den großen Kanutentreffen in Deutschland.

„Wir sind sehr zufrieden. Es hat keine Zwischenfälle gegeben“, freute sich Norbert Köhler. Das war auch schon anders. Da sind Bootsbesatzungen gekentert und mussten geborgen werden. Für Hilfe war in diesem Jahr wieder gesorgt: Wasserschutzpolizei, DLRG und private Motorboote begleiteten die Rallye und hätten im Ernstfall die Kanuten rausgefischt.


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Artikel vom 21.05.12 - 12:00 Uhr
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