
Die Wassersportler vom Kanu-Verein Unterweser in Bremerhaven fuhren gegen anhaltenden Südwind und bei zum Teil sehr kabbeligen Wasser eine beachtliche Zeit. Sie wurden Sieger einer Rallye, bei der es offiziell keine Sieger gibt. „Erfolgreich ist, wer die Strecke innerhalb einer Tide schafft“, sagt Norbert Köhler, Präsident des Landeskanuverbandes Bremen, der die Regatta veranstaltet. Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, konnte die Tour in Rönnebeck, gegenüber von Berne, nach 33 Kilometern beenden.
Auch die Rekordteilnehmer haben das Goldziel in Lesum erreicht. Werner Born (72) und Brigitte Born (76) sind alle 26 Tidenrallyes mitgefahren – und freuen sich bereits auf die 27. Rallye in zwei Jahren.
Bei einer Fahrt auf der Unterweser gibt es stets gute Gründe, sich Zeit für die Umgebung zu nehmen und die Blicke nicht nur aufs nächste Boot zu heften. Die Unterweser ist eines der abwechslungsreichsten Wassersportreviere, das Deutschland zu bieten hat. Einsame Sandstrände, Auwälder, Schilfmeere, Ozeanriesen und hin und wider mal ein Seehundkopf, der aus dem Wasser, schaut. Diese Eindrücke folgen innerhalb kürzester Zeit aufeinander oder überlagern sich sogar.
„Wir sind sehr zufrieden. Es hat keine Zwischenfälle gegeben“, freute sich Norbert Köhler. Das war auch schon anders. Da sind Bootsbesatzungen gekentert und mussten geborgen werden. Für Hilfe war in diesem Jahr wieder gesorgt: Wasserschutzpolizei, DLRG und private Motorboote begleiteten die Rallye und hätten im Ernstfall die Kanuten rausgefischt.
