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Niederdeutsches Festival der Kultur

Oldenburg. PLATTart, das Kultur-Festival für modernes Plattdeutsch, veranstaltet von der Oldenburgischen Landschaft, geht in die dritte Runde. Vom 25. September bis zum 30. Oktober werden rund 30 Veranstaltungen geboten.

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Die Tüdelband tritt im Rahmen des PLATTart-Festivals im Oldenburger Club Polyester auf. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Titel „Platt is Gold“. Foto: pr

Zu den Aufführungsorten gehören neben Oldenburg und Bad Zwischenahn auch Seefeld, Neerstedt, Friesoythe und Cloppenburg. Erneut bietet PLATTart ein vielseitiges und zeitgenössisches Programm und möchte die niederdeutsche Sprache und Kultur dem Publikum näherbringen. Neu ist das umfangreiche Programm für Kinder und Jugendliche. Und eines ist sicher: Von Klischees ist das Programmangebot weit entfernt.

Ungewöhnliches zeigen

„Unsere Absicht ist es, Unerwartetes und Ungewöhnliches zu präsentieren“, beschreibt Honne Dohrmann, Künstlerischer Leiter des Festivals, seine Zielsetzungen. „Wie sieht die zeitgenössische niederdeutsche Kultur heute aus, und in welche Richtung entwickelt sie sich? Die spannenden Fundstücke präsentieren wir in zahlreichen ungewöhnlichen Formaten.“

Das Festivalprogramm ist abwechslungsreich und experimentierfreudig. Rund 30 Veranstaltungen unter dem Titel „Platt is Gold“ haben die Organisatoren auf die Beine gestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem weiten Spektrum plattdeutscher Musik. Einzelkünstler, Bands und Chöre zeigen, dass sich verschiedene Musikstile und norddeutsche Mundart erfolgreich miteinander kombinieren lassen.

Die neue Generation der norddeutschen Singer-Songwriter präsentiert sich bei der feierlichen Eröffnung von PLATTart: Cornelia Ehlers, Jan Graf und de Tüdelband sind junge Gesichter der niederdeutschen und friesischen Musikszene, die mal zart, mal rockig über die Themen des Lebens singen. Katharina Abeln und Heiko Fabig bringen wenige Tage später Schwung in die St.-Marien-Kirche in Friesoythe. Der Gospelgottesdienst ist ein beeindruckendes Hörerlebnis, versprechen die Veranstalter.

Das Festivalprogramm umfasst neben den Konzerten auch Lesungen, Filmvorführungen, Workshopangebote, Gesprächsrunden und Theaterstücke für Jung und Alt. Im Oldenburger Theater Laboratorium findet zum Beispiel die Premiere des Stücks „De Fischer un sien Fro“ statt, eine plattdeutsche Adaption des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm.

Als sprachlicher Kulturaustausch der besonderen Art kann das Konzert der beiden Bands Tüdelband sowie Simon und Jan im Polyester in Oldenburg angesehen werden. Das Zusammentreffen „Platt meets Hoch“ beinhaltet neben der Musik auch einen kleinen Sprachkurs von der plattdeutschen für die hochdeutsche Band.

Otto Groote und Ensemble

Ein Höhepunkt dürfte der Auftritt von Otto Groote mit seinem Ensemble am 26. September in Seefeld werden. In der dortigen Mühle spielt er Ostfriesen-Folk. Am 29. September bekommt die Mühle Besuch von der Kinderuni, die die Frage beantwortet, warum Plattdeutsch nicht gleich Plattdeutsch ist. Gute Unterhaltung verspricht auch „My name is Peggy“, ein tragikomischer Monolog am 30. September.

Das Festival endet mit der Aufführung „Frollein Smillas Rüker för Snee“ im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. Die Inszenierung der Niederdeutschen Bühne Kiel ist die spannende plattdeutsche Übersetzung des bekannten Thrillers „Fräulein Smillas Gespür von Schnee“ aus dem Jahr 1997.

Kulturbörse im Programm

Besonderen Wert legen die Veranstalter auf die Niederdeutsche Kulturbörse, die am 3. Oktober von 14 bis 18 Uhr im Oldenburgischen Staatstheater stattfindet. Dort erhält das Publikum die Möglichkeit, Vereine, Initiativen und Institutionen kennenzulernen, die die niederdeutsche Sprache lebendig halten.

Karten gibt es ab sofort unter 04 41/7 79 18 19. Das komplette Programm gibt es zum Nachlesen im Internet

www.plattart.de.

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Einen tragikomischen Monolog hält am 30. September „My name is Peggy“.
Artikel vom 02.09.10 - 06:00 Uhr
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