
Peter Cordes, Geschäftsführer der GNSG, und Architekt Gerald Beerepoot, sind sicher, dass die Neubauten gut ins Sanierungsgebiet City-Süd passen würden. Die GNSG plant zwei Wohnhäuser mit seniorengerechten Zwei- und Dreizimmerwohnungen, die 70 bis 85 Quadratmeter groß sind.
Die dreistöckigen Gebäude haben Flachdächer und oben aufgesetzt ein sogenanntes Staffelgeschoss. Die Balkone sollen nach Süden oder Südwesten zeigen. Von den oberen Stockwerken aus wird man über den Deich aufs Wasser blicken können.
Platz hat die GNSG für ihre Neubauten an der Müllerstraße ausreichend. Sie kaufte das ehemalige Thaden-Grundstück, das nun ein Teil des Projektes ist. „Für uns war das auch interessant, weil wir bisher im Sanierungsgebiet wenig vertreten waren“, sagt Peter Cordes. Auch verfüge die GNSG über verhältnismäßig wenig seniorengerechte Mietwohnungen.
Die aber sollen im Theaterkaree, wie das Unternehmen das Objekt nennt, entstehen. Die Häuser werden mit Fahrstühlen ausgestattet sein. Bei Bedarf, so Peter Cordes, seien die Wohnungen auch behindertengerecht einzurichten. Auf etwa 4 bis 4,5 Millionen Euro schätzt der GNSG-Geschäftsführer die Investitionskosten.
Dass die Neubauten nicht zur bestehenden Bebauung passen könnten, davor ist den GNSG-Planern nicht bang. „Sanierung heißt, Altes zu bewahren und mit Neuem zu verbinden“, betont Peter Cordes. Die geplanten Flachdach-Häuser repräsentierten, wie heutzutage gebaut werde.
Besonderer Clou der Planung ist, dass eines der über Eck geplanten Häuser die Müllerstraße überbrücken würde. Damit werde der Straßenverlauf gestaltet. Das Haus riegele sozusagen den belebten nördlichen Teil der Müllerstraße vom Bahnhof bis zum Theater Fatale ab gegenüber dem ruhigeren südlichen Teil mit Wohnbebauung. Dort soll im Rahmen der Sanierung City-Süd auch ein Park angelegt werden.
Der Durchlass könnte eine Geschosshöhe haben. Dann wäre die Durchfahrt nur für Autos möglich. Sollten auch Rettungsfahrzeuge passieren, müsste der Torbogen zwei Geschosse hoch sein. Die genaue Planung stehe noch nicht fest, betonte Peter Cordes. Es müsse geklärt werden, wie die Verkehrsführung in Zukunft geregelt sein soll.
Wenn alle Fragen geklärt sind, würde die GNSG gern Ende des Jahres mit den Arbeiten beginnen. Ende 2013 könnten die Wohnungen fertig sein. Sie sollen auch energietechnisch den neuesten Entwicklungen entsprechen. Die GNSG rechnet mit einem Mietzins von 6 bis 6,20 Euro kalt pro Quadratmeter.
Der Bauausschuss gab bereits grünes Licht für einen entsprechende Bebauungsplan. Gestern Abend befasste sich der Rat mit den Plänen.
