
„Das war eine große Überraschung für mich“, erklärte ein sichtlich beeindruckter Ewald Gäßler, der sich über die zahlreichen Aufsätze seiner Weggefährten freute. „Alle Beiträge haben etwas mit meiner Arbeit zu tun. Das finde ich besonders schön.“ Die Festschrift bilde sein Engagement ab und zeige, in welchen Facetten er gearbeitet habe, sagte Dr. Friedrich Scheele, Nachfolger von Ewald Gäßler als Direktor sowohl in den Oldenburger Museen als auch neuerdings als Vorsitzender beim Museumsverband Niedersachsen und Bremen.
Ewald Gäßler, hat das Stadtmuseum Oldenburg seit 1986 sowie das Horst-Janssen-Museum seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 geleitet hat. Von 2006 bis 2009 war er Vorsitzender der Franz-Radziwill-Gesellschaft und seit 2000 Honorarprofessor an der Universität Oldenburg. Er hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen wie die Landschaftsmedaille, die Karl-Jaspers-Medaille der Stadt Oldenburg sowie den Kulturpreis der Oldenburgischen Landschaft. Zudem hat er sich als wissenschaftlicher Autor betätigt hat. Mit der Festschrift soll er für sein gesamtes Wirken gewürdigt werden.
„Der Titel Blickwechsel wurde gewählt, weil er beschreibt, was Ewald Gäßler in Oldenburg und im Museumsverband bewirkt hat“, sagt Michael Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft. „Der Kunsthistoriker hat weit über die Grenzen seines Aufgabengebietes gewirkt, wodurch er in museumsfachlichen und kulturpolitischen Fragen in Oldenburg neue Akzente gesetzt und im Museumsverband entscheidende Weichenstellungen vorgenommen hat.“ Unter anderem habe er die Museumsregistrierung in Gang gesetzt und damit für Qualitätssicherung und -standards gesorgt.
In „Blickwechsel“ geht es um das Schloss in Jever, die Erforschung traditioneller Boote oder das Vestibül der Lamberti-Kirche in Oldenburg. Das Buch ist im Oldenburger Isensee Verlag unter ISBN 978-3-89995-705-1 erschienen und kostet 14,90 Euro. (zb)
