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„Man muss das Rad nicht neu erfinden“

Nordenham (gl). Zusammen mit Udo Venema veranstaltet Uwe Lenz seit vielen Jahren das Nordenhamer Stadtfest. Die Kreiszeitung hat mit ihm ein Interview geführt.

Kreiszeitung: Die Marktplatzbühne ist an den beiden Haupttagen fest in Nordenhamer Hand.

Uwe Lenz: Das ist richtig. Und wir freuen uns sehr auf Golden Erection und Prime Time. Wir wollen damit ganz speziell die Nordenhamer ansprechen. Die beiden Gruppen sind Stimmungsgaranten. Und man muss einfach bedenken, dass ein Stadtfest kein Kulturfestival ist, sondern eine Party.

Kreiszeitung: Das Fahrgeschäft Breakdancer, das auf dem KZW-Parkplatz an der Poststraße aufgebaut wird, ist eine neue Attraktion auf dem Stadtfest. Wie kam es dazu?

Uwe Lenz: Das hat die Stadt initiiert. Der Kontakt zu Helmut Mondorf, dem der Breakdancer gehört, ist durch Rudolf Müller vom Ordnungsamt zustandegekommen. Die Schaussteller waren mit dem letzten Markt sehr unzufrieden. Nun soll einmal etwas Neues probiert werden. Gut möglich, dass sich daraus für das Stadtfest noch mehr entwickelt.

Kreiszeitung: Es gab Überlegungen, ein ganz neues Konzept für das Stadtfest zu erarbeiten?

Uwe Lenz: Wir hatten damit geliebäugelt, das Stadtfest an die Weser zu verlagern. Aber dort müsste erst die komplette Infrastruktur geschaffen werden, die in der Innenstadt bereits vorhanden ist. Das ist finanziell einfach nicht zu leisten. Außerdem sind wir inzwischen der Meinung, dass man das Rad nicht ständig neu erfinden muss. Das Stadtfest hat bei den Nordenhamern einen hohen Stellenwert. Das sieht man daran, wie voll es jedes Jahr ist.

Kreiszeitung: Immer mehr Besucher bringen ihre Getränke selber mit. Das dürfte den Veranstaltern ein Dorn im Auge sein. Was kann man tun?

Uwe Lenz: Man kann gar nichts tun. Das Problem ist, dass, wenn dieser Trend einreißt, irgendwann die Betreiber der Bierbuden nicht mehr auf ihre Kosten kommen. Die sind es aber, die ein Stadtfest überhaupt erst ermöglichen, weil ein Großteil der Finanzierung des Festes über die Standgebühren abgedeckt wird. Machen die Beschicker keinen Umsatz, funktioniert das alles nicht mehr.

Artikel vom 19.08.09 - 06:00 Uhr
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