
Fresenius kündigte gestern an, den Aktionären der Rhön AG ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. Fresenius bietet für jede Rhön-Aktie 22,50 Euro und damit rund 50 Prozent mehr als den Kurs vor dem Angebot.
Mit der Fusion von Fresenius und Rhön entstünde ein Krankenhausriese mit einem Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Rhön bestätigte, die Offerte erhalten zu haben und diese zu prüfen.
Weder Rhön-Pressesprecher Hans-Jürgen Heck noch seine Kollegin Constanze von der Schulenburg von Helios, der Fresenius-Tochter, die die Klinikn betreibt, vermochten zur Zukunft des Klinikneubaus in Esenshamm eine Aussage zu machen. „Wir sind am Anfang des Prozesses. Zu einzelnen Standorten können wir noch nichts sagen“, erklärte die Helios-Sprecherin.
Bürgermeister Hans Francksen gab sich gelassen. „Die Übernahme ist ja noch Spekulation. Da sagt einer, dass er was kaufen will, aber noch ist nichts spruchreif. Rhön hat sich ja mit dem Grundstück und dem Beginn der Bauarbeiten in gewisser Weise gebunden. Ich gehe davon aus, dass die Klinik wie geplant gebaut wird“, sagte er auf Anfrage der Kreiszeitung.
Die Übernahme kommt nur zustande, wenn Fresenius 90 Prozent und eine Aktie von Rhön erhält. Ein Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2012 angestrebt.
Zur Helios-Gruppe gehören derzeit 75 Kliniken in Deutschland mit mehr als 23 000 Betten. Die Rhön-Klinikum AG betreibt 53 Kliniken mit rund 16 000 Betten sowie 39 Medizinische Versorgungszentren. (rn/er)
