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Klassen erhalten Bestandsschutz


Nordenham. Kleinere 10. Klassen, keine Zusammenlegungen nach dem 8. Schuljahr: Darauf können sich Kinder und Eltern am Gymnasium Nordenham freuen. Möglich macht es die Änderung des Klassenbildungserlasses, die zum neuen Schuljahr in Kraft tritt. Von Ellen Reim


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Weniger eng soll es für Gymnasiasten in Klasse 10 werden. Zukünftig sind nur noch 26 statt wie bisher 32 Jugendliche pro Klasse erlaubt. Foto dpa

Bislang dürfen in Niedersachsens Gymnasien in den Klassen 5 bis 10 bis zu 32 Schülerinnen und Schüler in einem Klassenzimmer sitzen. Mit der 10. Klasse beginnt die Einführungsphase der gymnasiale Oberstufe. Spätestens dann gilt es als pädagogisch zweifelhaft, 32 Jugendlichen gleichzeitig den Stoff vermitteln zu müssen.

Ab dem kommenden Schuljahr wird es in den Klassenzimmern in dieser Hinsicht bessere Bedingungen geben. Dann sind nur noch 26 Schülerinnen und Schüler pro 10. Klasse erlaubt.

Schulleiter Klaus-Dieter Laske kann noch nicht genau sagen, ob das zur Folge haben wird, dass der 10. Jahrgang im neuen Schuljahr vier- oder fünfzügig sein wird. Das hänge unter anderem davon ab, wie viele Jugendliche mit dem erweiterten Realschulabschluss von anderen Schulen zum Gymnasium wechselten. Ebenfalls eine Rolle spiele, wie viele Gymnasiasten die 10. Klasse wiederholen müssten und wie viele nach einem Schuljahr im Ausland zurück in Klasse 10 wollten.

Die Änderung befürwortet er, doch eine weitere Neuerung erachtet der Schulleiter als noch bedeutender: In Zukunft sollen am Gymnasium nur noch nach dem 6. und nach dem 9. Jahrgang Klassen umgebildet werden dürfen. „Das nimmt viel Dampf aus dem Kessel“, ist sich Klaus-Dieter Laske sicher.

Ungeliebte Umgruppierung

Bisher sei es nicht selten der Fall gewesen, dass nach Klasse 8 zum Beispiel aus fünf mittelgroßen vier große Klassen geworden seien. Weder die Schüler noch die Eltern und auch nicht die Schule seien zufrieden gewesen, wenn die Jungen und Mädchen neu gruppiert werden mussten. „In Zukunft ist es so: Wenn es fünf Klassen im Jahrgang gibt, dann genießen die Bestandsschutz“, freut sich der Schulleiter.

Ob die Neuregelungen dem Gymnasium mehr Lehrerstunden und folglich mehr Lehrkäfte bescheren werden, kann Klaus-Dieter Laske noch nicht sagen. Der Chef des Gymnasiums ist jedenfalls froh, dass er die bislang bewilligten zehn Planstellen für das kommende Schuljahr auch tatsächlich besetzen konnte. „Lehrkräfte für Latein, Physik, Mathematik und evangelische Religion sind schwer zu bekommen. Uns ist es aber gelungen“, sagt er.

Am letzten Schultag in zwei Wochen werden zehn Stammlehrer und fünf Referendare aus dem Gymnasium verabschiedet. Sie werden ersetzt durch die zehn neuen Lehrkräfte, vier Referendare und eine Lehrerin, die aus der Elternzeit zurückkehrt.

„Das ist also erst einmal ein Nullsummenspiel. Allerdings werden die neuen Lehrer andere Fächerkombinationen mitbringen als die scheidenden. Bei evangelischer Religion und Latein haben wir immer noch ein Fehl.“ Andererseits wird auch ein neues Abiturfach angeboten werden können: Spanisch.


Artikel vom 07.07.12 - 12:00 Uhr
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