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Investition in den Klimaschutz


Wesermarsch. Bereits seit zwei Jahren will das Regionalforum Bremerhaven ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Unterweserbereich entwickeln. Nachdem weder vom Bund noch über die Metropolregion Bremen-Oldenburg Fördermittel zu bekommen waren, nehmen die Kommunen jetzt aus eigener Kraft rund 100 000 Euro in die Hand, um das Projekt umzusetzen. Von Christian Heske


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Der Arbeitskreis Umwelt und Energie der SPD-Landtagsfraktion informierte sich im Kreishaus über kommunale Klimaschutzaktivitäten. Foto hes

Im Regionalforum sind 15 Städte, Kreise und Gemeinden auf beiden Seiten der Weser zusammengeschlossen. In der Wesermarsch und in Bremerhaven ist die finanzielle Beteiligung am Klimaschutzkonzept beschlossene Sache. „Auch im Landkreis Cuxhaven haben die Gemeinden bereits gesagt, dass sie das wollen“, sagte Günter Mühlner, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis, gestern im Kreishaus. Der Cuxhavener Kreistag habe jedoch noch keinen Beschluss fassen können, weil er noch in den Haushaltsberatungen stecke.

Die Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven sowie die Stadt Bremerhaven sollen den Hauptteil der Konzeptkosten tragen. Für die Wesermarsch kämen dabei gut 20 000 Euro heraus, erläuterte Karl-Heinz Röben, Fachbereichsleiter beim Landkreis. Beteiligt sind aber auch die Städte und Gemeinden – in Abhängigkeit von ihrer Einwohnerzahl. „Für die Stadt Nordenham macht das 2300 Euro aus, für die Gemeinden Jade und Ovelgönne zwischen 400 und 500 Euro“, rechnete Karl-Heinz Röben vor. Während einer Konferenz im Kreishaus hätten alle Bürgermeister aus der Wesermarsch ihre Zustimmung gegeben.

Konkrete Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes sollen in zwei Jahren in Form eines Maßnahmenkatalogs vorliegen. „Es wäre nicht vernünftig, wenn Gemeinden jetzt für viel Geld eigene Konzepte erstellen – sie sollten erst einmal das Gesamtkonzept abwarten“, empfahl Günter Mühlner. „Man kann dann immer noch draufsatteln.“

Gesprächspartner im Kreishaus waren gestern die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt und Energie der SPD-Landtagsfraktion. „Es ist eine Grundvoraussetzung zum Gelingen der Energiewende, dass auf kommunaler Ebene etwas passiert“, betonte Detlef Tanke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „Sie sind hier weiter als das Land“, meinte Carola Sandkühler, parlamentarische Referentin der SPD-Fraktion. Die Partei fordert die Einführung einer Landesenergieagentur, um Kompetenzen zu bündeln.

Erfolgreicher Arbeitskreis

Der Landkreis hat extra eine halbe Verwaltungsstelle geschaffen, um seine Klimaschutzaktivitäten zu bearbeiten. Als sinnvolles Instrument beschrieb Günter Mühlner auch den vom Kreistag installierten Arbeitskreis Klimaschutz und Klimawandel unter Leitung von Christian Bergmann (SPD). Der sitzt mittlerweile nicht mehr im Kreistag, hat die Leitung jedoch behalten. Darüber hinaus hat die Kreisverwaltung ein Team gebildet, um in allen Feldern nach Energieeinsparmöglichkeiten zu suchen. Ziel ist eine gute Platzierung beim European Energy Award.


Artikel vom 10.02.12 - 12:00 Uhr
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