
Im vergangenen Jahr hat das Technische Hilfswerk drei neue Hochleistungspumpen angeschafft. Die größte der Pumpen kann bis zu 2500 Liter Wasser pro Minute von A nach B befördern. Die beiden anderen schaffen 1500 beziehungsweise 400 Liter pro Minute. „Uns war wichtig, dass alle Pumpen flachabsaugend sind, also auch bei niedrigen Wasserständen nicht schlappmachen“, erläutert Michael Haferkamp. Auch Fremdkörper im Wasser wie Steine, Wurzeln oder Müll seien kein Problem für die Neuanschaffungen.
Und das war nicht der einzige Einsatz des THW im vergangenen Jahr: Ob es um ausgelaufenes Öl am Niedersachsenkai in Brake (Mai) oder um das havarierte Schiff auf der Hunte (September) ging – die THW-Mitarbeiter waren immer dabei. „Allein die Havarie hat uns eine Woche lang beschäftigt, vier Mal waren wir vor Ort“, sagt der Ortsbeauftragte. Alles in allem rückte das THW zu sechs Einsätzen sowie zu diversen Hilfeleistungen aus.
Damit absolvierten die Helfer deutlich weniger Einsätze als im Rekordjahr 2010 (21). „Aber dennoch haben wir viele Dienststunden angesammelt – weil die Einsätze, die es gab, so arbeitsintensiv waren“, erläutert Michael Haferkamp. Von Januar bis Dezember 2011 kamen 16 535 Stunden zusammen, im Jahr davor waren es 19 515 gewesen.
Übungen gab es im vergangenen Jahr gleich eine ganze Reihe. Im Juni probte das THW in Jaderberg, was bei einem Bahnunglück zu tun ist, im April übte es die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz in Elsfleth. Hinzu kamen mehrere Ölübungen, mal am Ochtum-Sperrwerk, mal in Hooksiel, mal auf der Insel Mellum.
In guter Erinnerung ist dem THW auch der Besuch einer chinesischen Delegation im April, die die Arbeit des Ortsverbandes kennenlernen wollte. Beim Tag der Niedersachsen in Aurich (Juli) war das Technische Hilfswerk gleich drei Tage vor Ort. Im September schaute Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann im THW-Domizil an der Flagbalger Straße vorbei.
Im neuen Jahr steht die Umrüstung auf Digitalfunk an. Außerdem möchte das Technische Hilfswerk seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit fortsetzen. Seit Herbst 2011 gibt es eine Kooperation mit dem Awo-Kinderhort. Einmal im Monat lernen die Mädchen und Jungen die Arbeit der Helfer kennen. „Wir überlegen, ob wir auf zwei Treffen pro Monat ausweiten“, sagt der Ortsbeauftragte. Aktuell hat das THW 122 Mitglieder, davon 62 Aktive, acht Reservehelfer, 37 Althelfer und 15 Junghelfer. Michael Haferkamp: „Wir sind also noch gut aufgestellt“. Seite 16
