
Wie sich herausstellte, war die Außenwand der Halle kurz vor Ausbruch des Feuers repariert worden. „Um kleinere Löcher und Risse abzudichten, wurden Bitumenschweißbahnen mit einem Gasbrenner erhitzt“, erläutert Brandexperte Uwe Mädge. Bei diesen Arbeiten sei die Gasflamme nach innen durchgeschlagen.
Für Uwe Oppitz, Niederlassungsleiter von Rhenus Midgard, ist die Höhe des Schadens zweitrangig. Er ist froh, dass seine Mitarbeiter die Halle bis gestern Nachmittag soweit herrichten konnten, dass dort in der Nacht zu heute 60 000 Tonnen Zinkkonzentrat eingelagert werden konnten. Wie berichtet, lieferte ein Frachter den Rohstoff, den das Hafenunternehmen für Xstrata zwischenlagert. Es handelt sich hierbei um dessen Jahresbedarf.
„Wir mussten die Hallenkonstruktion mit Gerüsten absichern und die in den Hallenwänden entstandenen Löcher mit Folie abdichten“, beschreibt Uwe Oppitz das Vorgehen des Reparaturtrupps, der seine Arbeit am Freitagmittag aufgenommen hatte. Oberstes Ziel sei es dabei gewesen, das Förderband abzusichern, das durch die Halle läuft. Nur so konnte das Zinkkonzentrat vergangene Nacht an Ort und Stelle gebracht werden.
Der Niederlassungsleiter betont, dass die 60 000 Tonnen schwere Lieferung für Xstrata in dem Teil der Halle gelagert wird, der von dem Feuer verschont geblieben ist. „So besteht die Möglichkeit, das Zinkkonzentrat zu deponieren und gleichzeitig die notwendige Sanierung der anderen Hallenhälfte voranzutreiben“, erläutert er.
Wann die Halle wieder vollständig hergerichtet ist, konnte Uwe Oppitz gestern noch nicht sagen. „Der nächste Schritt ist es, ein Sanierungskonzept zu erstellen.“ Die Schadenshöhe stehe voraussichtlich Ende der Woche fest. (tk)
Schweißarbeiten lösen am Donnerstag Feuer aus – Rhenus Midgard hat Gebäude notdürftig hergerichtet
