„In Niedersachsen hat den Ramadan noch keiner so gefeiert“, betont Mehmet Karabacak, Pressesprecher der türkisch-islamischen Gemeinde. Für Nordenham heißt das: Es werden auf dem Marktplatz sieben Pavillons mit türkischen Spezialitäten, drei Hüpfburgen und ein 6 mal 18 Meter großes Kulturzelt aufgebaut.
Auf einer zusätzlichen Bühne tragen Kinder einen Gesangs- und einen Tanzwettbewerb aus. Zudem verteilt Nasreddin Hodscha, eine Art türkischer Till Eulenspiegel, Süßigkeiten und erzählt Anekdoten. Und Gelehrte halten Kurzvorträge über den Ramadan, den Koran oder islamische Feiertage. Zum Ziel der Veranstaltung sagt Karabacak: „Wir wollen den Nordenhamern unsere Kultur bekannt machen.“
Um das gegenseitige Verständnis zu fördern, liegt auch türkische Literatur – vom Religions- bis zum Kinderbuch – in deutscher Sprache aus. Denn Karabacak sagt: „Je mehr ich über ‚Fremde‘ erfahre, desto eher bin ich bereit, sie kennenzulernen.“ Gelegenheit zum Kennenlernen bietet auch die orientalische Ecke im Kulturzelt, wo türkischer Kaffee und Tee angeboten wird. Darüber hinaus zählen Dia-Vorträge, Folklore-Tänze und Puppenspiele zum Programm. Der Erlös der Veranstaltung soll Flutopfern in Pakistan zugute kommen. So sagt Karabacak: „Wir wollen zwar feiern, aber unsere Mitmenschen in Pakistan nicht vergessen.“
Wo: Marktplatz Nordenham.
Beginn: Siddik Tuncer zitiert ab 12 Uhr Passagen aus dem Koran, die auch ins Deutsche übersetzt werden. Anschließend spricht Bürgermeister Hans Francksen.
