
Der Silvesterlauf steht wieder an. Wie viele Anmeldungen haben Sie schon?
Das kann ich nicht genau sagen, weil wir immer erst einen Tag vor dem Start alle Anmeldungen zusammentragen, die per Mail, telefonisch oder per Fax eingegangen sind. Aber wir hoffen auf 200 bis 300 Läufer. Leider gibt es auch einen Silvesterlauf in Oldenburg, und die verlosen unter den Teilnehmern einen Flug nach New York – da können wir nicht mithalten.
In New York sind sie auch schon einen Marathon gelaufen. Insgesamt waren es über 50 Marathons. Was treibt sie immer wieder zum Laufen?
Es macht mir einfach Spaß, mich zu bewegen. Es gibt ja für einen Läufer auch kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Außerdem bin ich gerne draußen. Aber es ist auch ein Stück weit Sucht – allerdings eine angenehme. Ob man dadurch länger lebt, weiß ich natürlich nicht. Wenn ich auf der Strecke umkippe, heißt es: „Siehste, wäre er doch nicht so viel gelaufen.“
Ihre letzte Marathon-Distanz sind Sie vor zwei Jahren gelaufen, jetzt absolvieren sie „nur“ noch Halbmarathons. Woran liegt’s?
Ich könnte sicher noch die volle Distanz gehen, aber meine Zeiten stimmten zum Schluss nicht mehr. Ich merke ja auch, dass ich älter werde. Aber ich wollte mich auch nicht mehr so quälen. Da reicht der Halbmarathon.
Sie haben mit 38 Jahren mit dem Laufen angefangen, jetzt sind Sie 64. Haben Sie sich in der Zeit jemals beim Laufen verletzt?
Es gab zwei Verletzungen. Das eine Mal bin ich über einen Stock gestolpert, das andere Mal im Garten auf einer Kastanie ausgerutscht. Danach musste ich sogar am Knie operiert werden. Aber sobald es ging, habe ich wieder mit dem Laufen angefangen. Und kleinere Zipperlein laufen sich von selbst weg. Allerdings sollte man als Läufer keinen Wettkampf bestreiten, wenn man gesundheitlich angeschlagen ist.
Beim Silvesterlauf machen Sie als Organisator nicht selbst mit. Aber sie laufen ansonsten täglich zirka 10 Kilometer. Auf welcher Strecke trifft man sie dann?
Ich laufe häufig über den Heetweg und Kurfürstendamm Richtung Abbehauser Wischweg, an Phiesewarden vorbei und zurück Richtung Atens.
Vor ihrem beruflichen Ruhestand haben Sie als Lehrer gearbeitet. Wussten die Schüler von Ihrer Passion?
Na klar, und viele von ihnen sprechen mich heute noch als „Marathon-Peplau“ an. Ich habe mich auch immer bemüht, beim City-Lauf im Sommer viele Kinder fürs Laufen zu begeistern. Einige sind auch dabei geblieben.
Den City-Lauf organisieren Sie im kommenden Jahr nicht mehr. Den Silvesterlauf soll es aber weiter geben?
Ja, wenn die Anmeldezahlen weiter stimmen. Ich bin sehr dankbar, dass ich immer noch viel Unterstützung von Freunden, Familie und Vereinskameraden für den Silvesterlauf bekomme. Und natürlich auch von Johannitern, Feuerwehr und vielen anderen.
