
Recylex-Vorgänger Metaleurop verkaufte die Zinkhütte Ende 2002 an Xstrata, weil das Unternehmen dringend Geld benötigte. Schon damals war Glencore der größte Anteilseigner von Metaleurop/Recylex.
Glencore und Xstrata sind beide in der Schweiz ansässig und gehören schon heute zu den einflussreichsten Unternehmen der Rohstoffbranche. Xstrata fördert und verarbeitet auf der halben Welt Rohstoffe, insbesondere Metalle und Kohle. 70 000 Beschäftigte erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 23 Milliarden Euro. In Nordenham gewinnt Xstrata mit rund 330 Beschäftigten jährlich aus Erzen rund 135 000 Tonnen Zink.
Xstrata hat in Nordenham große Pläne, will die Hüttenkapazität verdoppeln. Seit Jahren ist das bereits Thema. Seit einem Jahr arbeitet eine Versuchsanlage erfolgreich, die Erze aus einer australischen Xstrata-Mine verhüttet, doch die Entscheidung für die erforderliche Investition im dreistelligen Millionenbereich ist noch nicht gefallen. Als entscheidendes Hindernis gelten Unsicherheiten im Hinblick auf die Entwicklung der Strompreise. Strom ist für die Zinkhütte ein wichtiger Produktionsfaktor, ist der Stromverbrauch der Hütte doch in etwa so hoch wie der der Stadt Oldenburg.
Welche Auswirkungen wird die mögliche Fusion von Xstrata und Glencore auf das Projekt haben? Eine Antwort darauf ist derzeit nicht zu bekommen. „Wir müssen uns in Geduld üben“, sagt Carl van Dyken, Geschäftsführer der Nordenhamer Zinkhütte.
Die Entscheidung über den Zusammenschluss wird innerhalb der nächsten Wochen erwartet. Die beiden Unternehmen sind schon heute miteinander verzahnt, denn Glencore hält 34 Prozent an Xstrata.
