X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Auf Swing folgt Metal-Dampf


Nordenham. Wohl selten hat ein Konzert das Jahnhallen-Publikum derart in seinen Bann geschlagen wie der Auftritt der Hannoveraner Formation Crystal Breed. Präsentiert wurde Melodic Progressive Rock mit einfalls- und abwechslungsreichen musikalischen Ideen. Die Musiker zeichnen sich durch eine hohe Virtuosität aus, ohne dass dies steril wirkt. Von Jürgen Lange


bild vergrößern
Auch die Nordenhamer Band The Mental Blank trug zum Gelingen des Abends bei. Fotos la

Für das Publikum war es ein Wiedersehen mit alten Bekannten, denn mit Corvin Bahn und Niklas Turmann standen zwei ehemalige Butjadinger auf der Bühne, die bereits im zarten Alter von 13 ihr erstes Konzert in der Jahnhalle gaben.

Crystal Breed spielt eine sehr eigenständige Musik, ohne die Wurzeln in den frühen 70er Jahren zu verleugnen. Gitarrist Niklas Turmann streute gelegentlich in seine Soli sogar kleine Zitate von Richie Blackmore und David Gilmore ein. Und mit „Comfortably Numb“ wurde sogar ein kompletter Pink-Floyd-Titel aus dem 79er Album „The Wall“ gecovert. Aber auch Einflüsse von Progressive-Metal-Bands wie Dream Theater sind nicht zu verleugnen. Bei Crystal Breed ist stets Abwechslung angesagt. Auf einen dezenten Swing-Part können schon mal brachiale Metal-Klänge nahtlos folgen.

Zu Crystal Breed gehören der Bassist Michael Schugardt und Thorsten Harnitz am Schlagzeug. Sie trugen mit dazu bei, die rohe Energie des guten alten Rock ’n’ Roll mit musikalischer Raffinesse zu versehen. Der Drummer wartete mit einem furiosen Solo auf und war auch als Sänger aktiv.

Apropos Gesang: Virtuose Instrumentalisten sind oft eher durchschnittliche Sänger. Nicht so bei Crystal Breed. Niklas Turmann ist nicht nur ein Gitarrist, der mit seinen Fertigkeiten schon mal für leichte Frustrationen bei anwesenden Gitarrespielern sorgen kann, er überzeugt auch mit einer Stimme, die einen enormen Tonumfang mühelos erreicht. Nicht umsonst ist er inzwischen auch Hauptsänger bei der Formation mit dem ehemaligen Scorpions-Gitarristen Uli Jon Roth. Und auch Keyboarder Corvin Bahn wartete nicht nur mit virtuosen Soli, sondern ebenfalls hervorragendem Gesang auf.

Debütalbum im Gepäck

Natürlich ließ das Jahnhallen-Publikum die Band nicht ohne Zugaben gehen. Es hatte nach dem Konzert noch Gelegenheit, das Debütalbum „The Place Unknown“ zu erstehen. Das erntet in der Fachpresse inzwischen begeisterte Kritiken.

Zum Gelingen dieses Abends trug auch die Nordenhamer Band The Mental Blank bei. Sie eröffnete das Konzert mit einer schönen Mischung aus Rocktiteln. Die Bandbreite reichte dabei von „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten bis „Highway to Hell“ von AC/DC. Auch hier spendete das Publikum den verdienten Applaus.

bild vergrößern
Auch die Nordenhamer Band The Mental Blank trug zum Gelingen des Abends bei. Fotos la
Artikel vom 23.04.12 - 12:00 Uhr
| drucken | versenden


Anzeige
ButjadingenNordenhamStadlandBrakeElsfleth

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement

Prämienshop

Werben Sie einen neuen Abonnenten und Sie bekommen eine attraktive Prämie.

zum Prämienshop

Moneyspecial