„Das harte Segeln am Wind vor Helgoland forderte seinen Tribut: Wir hatten einige Ausfälle unter der Crew zu verzeichnen und einen reichlichen Verbrauch von Medikament Nr. 21 (Seekrankheitspillen). Der Wind erforderte ein geschicktes Anlegemanöver. Unter Zuhilfenahme des Ankers an der Südmole, dem Einsatz eines Bereitschaftsboots und mit zusätzlichen Festmacherleinen gelang es uns, das Schiff bei starkem ablandigen Wind in Position zu halten. Mit klaren Anweisungen und einer gut strukturierten Befehlskette konnten alle Manöver erfolgreich abgeschlossen werden.
Nach einer sogenannten Bauernnacht und kurzem Einkaufsbummel im Sailorshop trat die Besatzung geordnet am nächsten Morgen zur Auslaufmusterung an. Frisch und munter stellten sich die Nautikstudenten den neuen Herausforderungen. Blind Pilotage war das Schlagwort. Aufgabe war es, das Schiff sicher mittels Radar durch die Ansteuerung von Helgoland zu manövrieren. Ein Gebrauch aller zur Verfügung stehenden navigatorischen Mittel wie die elektronische Seekarte, die Papierseekarte und das Radar sind unerlässliche Hilfsmittel zur sicheren Führung eines Schiffes. Dies trifft für enge Fahrwasser zu sowie für den offenen Seeraum.
Nun laufen wir unseren Ankerplatz an, um eine Brandschutzübung durchzuführen, in Vorbereitung auf eine anstehende Sicherheitszertifizierung durch die See-Berufsgenossenschaft. Bei diesem Aufgabenspektrum wird uns wieder einmal klar: Wer hier nichts lernt, ist selber Schuld.“
